Rekord-Jahres-Ergebnis für Stadtwerke

Schafe als ökologische Rasenmäher. Dadurch sparen die Stadtwerke mehr als 4000 Euro im Jahr.

ALTENA - Ein Rekordergebnis konnten die Stadtwerke am Freitag für ihre Jahresabschlussrechnung 2011 präsentieren. Der Gewinn stieg von knapp 800.000 Euro im Vorjahr auf nunmehr insgesamt 1,5 Millionen Euro.

„Dieses Ergebnis werden wir in den nächsten Jahren wohl nicht wiederholen können“, schränkte Geschäftsführer Marc Bunse aber direkt ein, denn der Gewinn sei vor allem auf Sondereffekte zurückzuführen.

Trotz sinkenden Gasabsatzes im Vergleich zum Vorjahr – immerhin minus 18 Prozent – hätten geringere Zinsen für Kredite und eine deutliche Senkung von sonstigen Aufwendungen zu dem guten Ergebnis geführt. So hätten Investitionen in die EDV und das Forderungsmanagement noch aus dem Jahr 2010 voll durchgeschlagen.

Freuen können sich jetzt Enervie und vor allem der Städtische Bäderbetrieb. Knapp 350 000 Euro werden an den Energieversorger, der zu 24,9 Prozent an den Stadtwerken beteiligt ist, ausgeschüttet. Der Großteil des Gewinns – insgesamt 1,05 Millionen Euro – gehen an die Stadt, die damit die Verluste des Städtischen Bäderbetriebes ausgleicht. „Damit haben wir ausnahmsweise fast alle Verluste des Bäderbetriebes der letzten fünf Jahre getilgt und das dient zu aller erst dem Erhalt des Frei- und Hallenbades in Dahle.“ Auf etwa 600 000 Euro schätzt Bunse die jährlich benötigten Mittel für den Bädertrieb. Zudem bekommt die Stadt über die Konzessionsabgabe und Steuern mehr als 800 000 Euro. „Also profitierte die Stadt im Geschäftsjahr 2011 von Einnahmen in Höhe von 1,85 Millionen Euro“, betonte Bunse.

Trotz des guten Ergebnisses müssen sich die Gaskunden zum 1. Oktober auf einen steigenden Energiepreis einstellen. Um 0,24 Cent pro Kilowattstunde erhöhen die Stadtwerke den Gaspreis, was bei einem durchschnittlichen Abnehmer etwa 48 Euro im Jahr ausmacht. Die Erhöhung um etwa drei Prozent liege deutlich niedriger als bei anderen Stadtwerken in der Region. Zudem seien die Verluste durch steigende Bezugskosten in den ersten neun Monaten dieses Jahres nicht mit eingerechnet. „Wir holen das also nicht auf, sondern führen nur eine kleine Anpassung durch“, so Bunse.

Das auch kleine Veränderungen das Ergebnis verbessern können, präsentiert der Geschäftsführer am Ende seiner Ausführungen. Am Regenrückhaltebecken bei Rosmart sorgen Schafe für den Grünschnitt. Einsparung pro Jahr: 4000 Euro. Marc Bunse: „Auch Kleinvieh macht Mist.“

von David Schröder

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