Corona-Lockerungen

Reiselust steigt - doch Kunden zögern bei Buchungen

Rückkehrer aus Risikogebieten
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Das Reisefieber steigt, doch viele zögern noch mit festen Buchungen.

Sommer, Sonne, Strand und mehr: Die Leute haben Lust auf Urlaub, die Nachfrage in Altenas Reisebüros steigt. Doch bei Buchungen sind Kunden zögerlich. Die Reiseexperten haben zwei Tipps für entspannten Urlaub 2021.

Altena– Nach harten Lockdown-Monaten wenden sich auch die Burgstädter angesichts sinkender Inzidenzzahlen in Europa und Lockerungen der Corona-Schutzregeln wieder verstärkt an die Reisebüros. Die Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel scheint groß zu sein, wie eine Umfrage in den Reisebüros der Stadt zeigt.

„Seit Anfang Mai steigt die Nachfrage deutlich. Sie ist zwar noch lange nicht auf dem Niveau von 2019, aber im Vergleich zu den vorherigen Monaten steigt sie wieder an“, sagt Markus Tenne von der Allgemeinen Reise-Agentur (ARA) an der Kirchstraße. Urlaubswilligen Kunden rät Tenne zur Buchung einer Pauschalreise, mit der man gegen Unsicherheiten in Corona-Zeiten deutlich besser abgesichert sei als bei individuell gebuchten Reisen.

Spanien und Griechenland hoch im Kurs

Insbesondere die sogenannten Flex-Tarife, die viele Reiseveranstalter im Portfolio haben, seien zu empfehlen. „Der Kunde zahlt bei diesem Flex-Tarif einen geringen Aufpreis und hat die Möglichkeit, bis 14 Tage vor Reisebeginn kostenlos zu stornieren“, so Tenne.

Seine buchungswilligen Kunden zieht es in diesem Jahr in erster Linie in den europäischen Süden. Spanien inklusive der Kanaren und Griechenland stehen hoch im Kurs, auch Italien und Österreich seien gefragt. „Es gibt auch schon Nachfragen für Urlaub in der Türkei oder in Tunesien. Das Problem bei der Türkei aber ist, dass dort die Corona-Zahlen noch relativ hoch sind“, sagt Tenne, der seinen Kunden daher dieser Tage eher zum Spanien- oder Griechenland-Urlaub rät.

Fernreisen wieder interessant

Auch Urlaub im eigenen Land – insbesondere an Nord- und Ostsee – sei ein Thema. Gebucht würde dann aber häufig über die Tourismus-Zentralen oder Fremdenverkehrsämter der Küsten-Urlaubsregionen. „Es gibt aber Richtung September und Oktober auch schon Nachfragen nach Fernreisen, zum Beispiel nach Asien“, sagt Tenne. Das Interesse an Kreuz- und Flusskreuzfahrten steige ebenfalls allmählich wieder.

Auch Thomas Eltzner vom Reisebüro Zöller rät Kunden, die sich für Flugreisen interessieren, trotz sinkender Corona-Infektionszahlen auch in beliebten Urlaubsländern „ganz klar zur Buchung einer Pauschalreise“. Reisen nach Griechenland und Spanien seien gefragt, aber auch Fernreisen seien bereits ein Thema, mit dem sich einige seiner Kunden nun wieder intensiver beschäftigen.

Quarantänepflicht fällt weg: Nachfrage steigt

Mit dem Wegfall des Risikogebiets-Status’ ist in der Dominikanischen Republik quarantänefreier Urlaub seit Ende April wieder möglich – und der karibische Inselstaat wird im Reisebüro Zöller „aktuell auch nachgefragt“.

Weil die Bundesregierung eine neue Einreiseverordnung verabschiedet und die generelle Quarantänepflicht bei der Einreise aus mehr als 100 Ländern aufgehoben hat und zudem in immer mehr Urlaubsregionen die Corona-Beschränkungen nach und nach gelockert werden, könnte bei weiter sinkenden Infektionszahlen das Interesse an Flugreisen weiter steigen.

Urlaub und Maske? Für viele kein „Urlaubsfeeling“

Interesse und Nachfragen münden dieser Tage aber noch längst nicht immer in einer Buchung, wie der erfahrene Reiseexperte Peter Rohe verdeutlicht. „Ja, Urlaub wird interessiert nachgefragt. Hauptsächlich aber für die Zeit nach den Sommerferien. Die Buchungen sind aber noch verhalten“, sagt der Inhaber des Reisebüros „Holiday Land“. Er erwartet einen echten „Durchbruch bei den Buchungen erst ab der Wintersaison 21/22“, weil einige Corona-Regeln trotz zunehmender Lockerungen in den Urlaubsländern in dieser Sommersaison nicht jedermanns Sache seien.

„Die Maskenpflicht ist in den Gesprächen mit den Kunden zum Beispiel ein großes Thema. Die Maske gehört für viele einfach nicht zum Urlaubsfeeling“, so Rohe. Und er verweist zudem darauf, dass für einige Kunden Urlaub viel mehr sei als am Strand oder am Hotelpool zu liegen. Rundreisen durch Urlaubsländer aber gestalteten sich pandemiebedingt schwierig.

Kreuzfahrten: „Sichere Art zu reisen“

Mit Blick auf Flugreisen in diesem Frühling und Sommer rät Peter Rohe wie auch seine Kollegen zu Griechenland und Spanien. „Wenn mich einer fragt, wo ich jetzt hinfliegen würde, dann hieße meine Antwort griechische Inseln. Griechenland hat ein sehr tolles Hygienekonzept“, so Rohe.

Aber auch spanisches Festland, Balearen oder Kanaren seien Ziele, die er für diese zweite Corona-Saison empfehlen könne. Und was ist mit dem Kreuzfahrt-Geschäft? „Kreuzfahrten halte ich für eine sichere Art zu reisen“, sagt Rohe und verweist auf hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards der Reedereien. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

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