Balearen kein Risikogebiet mehr

Über Ostern nach Mallorca? Urlauber zurückhaltend

Aufgrund des geringen Auftretens des Coronavirus ist Mallorca kein Risikogebiet mehr.
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Aufgrund des geringen Auftretens des Coronavirus ist Mallorca kein Risikogebiet mehr.

Über Ostern nach Mallorca: Nachdem die Balearen nicht mehr zu den Corona-Risikogebieten gehören, gibt es einen Buchungs-Boom. Doch in Altena sind die Bürger zurückhaltender. Die Reiseexperten haben einen Tipp für alle Reiselustigen.

Altena – Die Osterferien stehen vor der Tür, seit Sonntag (14. März) gehören die Balearen sowie weitere Gebiete in Spanien und Portugal nicht mehr zu den Risikogebieten. Mehrere Fluggesellschaften reagierten ad hoc und legten für die Osterferien insbesondere für Mallorca Zusatzflüge auf. Der Ansturm auf die Flugtickets nach Mallorca war nach Angaben der Lufthansa-Tochter Eurowings nach Aufhebung des Risikogebiet-Status enorm. Verzeichnen nun auch die Reisebüros in der Burgstadt einen Kundenansturm? Eine Stichprobe.

„Nein“, sagt Peter Rohe, Inhaber des Reisebüros „Holiday Land“ an der Lennestraße, am Montagvormittag. Natürlich war die Aufhebung der Reisewarnung für die Balearen großes Thema in seinem Reisebüro. Der erfahrene Reiseexperte aber geht davon aus, dass die vermehrten Flüge für die Osterferien vornehmlich für Menschen interessant seien, „die auf Mallorca Eigentum“ haben.

Urlaub auf Mallorca: Viele Einschränkungen vor Ort

Man dürfe trotz Aufhebung der Reisewarnung für die Balearen nämlich nicht unberücksichtigt lassen, dass es unter anderem auf Mallorca weiterhin Restriktionen gebe. Restaurants und Cafés außerhalb der Hotelanlagen haben eine frühe Sperrstunde von 17 Uhr, im öffentlichen Raum herrscht auf der Lieblingsinsel der Deutschen weiterhin Maskenpflicht, zwischen 22 und 6 Uhr besteht Ausgangssperre. Natürlich gebe es laut Peter Rohe aber auch Unentwegte, die das alles nicht störe.

Elke und Peter Rohe, Inhaber des Reisebüros „Holiday Land“ in Altena

Wer über Ostern unbedingt in die Sonne und etwas anderes sehen möchte als die eigenen vier Wände, dem empfiehlt Rohe trotz der genannten Einschränkungen einen Urlaub auf Mallorca – und zwar als Pauschalreise. Denn diese seien über den Reiseveranstalter deutlich besser abgesichert als individuell gebuchte Reisen.

Buchungen für Ostern verhalten

Unabhängig von den bevorstehenden Osterferien gilt: Nach einem Jahr voller Reise- und Kontakteinschränkungen haben Peter Rohe und sein Team in den vergangenen Tagen und Wochen ein gesteigertes Interesse der Kunden an Urlaub registriert. „Es ist eine Belebung da, es gibt interessierte Anfragen“, sagt der Reiseexperte, die Buchungslage aber sei bislang eher verhalten. Das könne sich mit Blick auf den Sommer und Herbst natürlich noch deutlich ändern.

Peter Rohe geht allerdings davon aus, dass wie schon im Vorjahr auch 2021 noch einmal Urlaub in Ferienhäuser und -wohnungen, die mit dem Auto erreichbar sind, stark nachgefragt werden. Das Kunden-Interesse an Urlaub an der deutschen Ostseeküste sei jedenfalls da, aber auch Dänemark sei für Reisewillige ein interessantes Ziel.

Nachfrage steigt, Buchungen nicht

„Auch Kreuzfahrten, vor allem Ostseekreuzfahrten, sind ein großes Thema, wenn man in dieser Zeit überhaupt noch von groß sprechen kann“, sagt Peter Rohe, der mit seinem Team die Kunden seit dem 8. März nach vorheriger Terminabsprache wieder persönlich berät und festhält: „Die Nachfrage ist wieder gestiegen, aber unterm Strich muss es auch zum Abschluss kommen. Noch ist das Buchungsverhalten eher zögerlich.“

Reisekaufmann Markus Tenne von der Allgemeinen-Reise-Agentur (ARA) in Altena

Markus Tenne von der Allgemeinen-Reise-Agentur (ARA) an der Kirchstraße rät urlaubswilligen Kunden „wegen der besseren Absicherung“ ebenfalls „dringend“ zur Buchung einer Pauschalreise. Nach Bekanntwerden, dass die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben wird, verkaufte Tenne bislang zwei Reisen auf die beliebte Balearen-Insel.

„Leute wollen wieder los“

„Eine Buchung war für die Osterferien, eine andere Reise startet schon in der nächsten Woche“, so Tenne, der seit Mitte Januar generell eine gesteigerte Nachfrage verzeichnet und auch einige Pauschalreisen für den Sommer und Herbst für seine Kunden gebucht hat. Gefragt sei der Mittelraum, aber auch Nordafrika. „Die Leute wollen wieder los“, betont Tenne, „was man im Moment aber noch merkt, ist eine allgemeine Verunsicherung.“

In einigen Ländern würden sich die Einreisebedingungen zum einen häufig ändern, zum anderem stehe die Frage im Raum, ob das eine oder andere Urlaubsland bald nur noch Geimpfte einreisen lassen wird. „Wenn wir die sogenannte Herdenimmunität erreicht haben und ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist – ich vermute, dass das nicht vor Herbst der Fall sein wird – dann wird es einen echten Boom geben“, so Markus Tenne. Alle Infos zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

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