Dr. Reinhard Schweppe ist jetzt im Vatikan

Dr. Reinhard Schweppe mit seiner Frau Margret, hier beim Empfang zur Deutschen Einheit 2011 in Genf.

ALTENA ▪ Er hat für das Auswärtige Amt in Bonn und für die Ständige Vertretung bei der Europäischen Union gearbeitet, er war Botschafter in Kapstadt, Washington, New Dehli, Warschau und zuletzt Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf. Jetzt ist Dr. Reinhard Schweppe, der in Altena geboren und aufgewachsen ist, Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom.

Im Oktober hat Schweppe sein neues Amt angetreten und für Anfang der Woche steht jetzt die Audienz und damit die offizielle Amtseinführung bei Papst Benedikt XVI. in seinem Terminkalender. Sicherlich ein ganz besonderer Tag in Schweppes bisher schon ausgefülltem Leben: Durch den Papst wird er das Beglaubigungsschreiben zum Botschafter empfangen.

Dr. Reinhard Schweppe ist am 2. April 1949 in Altena geboren. Mit seiner Ehefrau Margret hat er drei Kinder. Sein Vater war Wilhelm Schweppe, der von 1952 bis 1964 in der Burgstadt das Amt des Stadtdirektors bekleidet hat. Reinhard Schweppe studierte nach dem Abitur Rechtswissen und Volkswirtschaft in Freiburg und Hamburg. Die erste juristische Staatsprüfung legte er 1971 ab, die zweite 1974. Seine Promotion zum Doktor der Rechte erhielt er 1973. 1975 ging er ans Auswärtige Amt in Bonn und so begann seine diplomatische Laufbahn.

In seinem Grußwort auf der Internetseite der Botschaft beim Heiligen Stuhl schreibt Dr. Reinhard Schweppe: „Schon als Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf habe ich mich mit grundlegenden und übergreifenden Fragen befassen können, die auch den Heiligen Stuhl bewegen, wie zum Beispiel Fragen der Menschenrechte, des Schutzes der Religionsfreiheit oder humanitäre Fragen. Ich freue mich darauf, mich auch hier in Rom diesen für die deutsche Außenpolitik zentralen Themen widmen zu dürfen.“

Vielfach wird die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl umgangssprachlich als „Deutsche Botschaft beim Vatikanstaat“ bezeichnet. Zu Schweppes Mitarbeiterstab gehört ein Geistlicher Botschaftsrat, der ihn in kirchlichen Angelegenheiten berät und enge Beziehungen zur Kurie (Gesamtheit der Leitungs- und Verwaltungsorgane) pflegt. ▪ Von Ilka Kremer

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