Inklusionstanzgruppe nimmt mit Erfolg an Contest teil

Aus der Reihe tanzen ist erlaubt

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Die Inklusionsstanzgruppe der Tanzschule Diemback bei ihrem Auftritt in Oberhausen. Sie war die einzige Formation mit Rollstuhlfahrern.

Altena - Auf Platz drei tanzte sich die Inklusionstanzgruppe der Tanzschule Diembeck bei einem Contest in Oberhausen – vor allem auch deshalb eine hervorragende Leistung, weil die Trainerin Verena Bauer (sie tanzt mit und dirigiert dabei die Einsätze) kurzfristig ausfiel. Christiane Griess übernahm ihren Part und machte ihre Sache ganz ausgezeichnet.

Belohnt werden die Altenaer mit einem Training der ganz besonderen Art: Annka Westbrock wird mit ihnen an einer neuen Choreografie arbeiten. Die Tanzlehrerin aus Hamm saß mit DSDS-Gewinner Luca Hänni und Hanno Liesner in der Jury des DAK-Dancecontest. 640 Gruppen hatten sich für die Teilnahme beworben, neben den Altenaern wurden 39 weitere Formationen zur Teilnahme eingeladen. Das die Teilnehmer des Tanzprojektes nach Oberhausen fahren konnten, haben sie auch Jens Peter Fischer zu verdanken.

Dank an Jens-Peter Fischer

Der Eigentümer eines Installationsbetriebes auf Rosmart übernahm die Fahrtkosten. Weil zu der Gruppe auch Rollstuhlfahrer gehören, mussten für die Fahrt entsprechend ausgerüstete Spezialfahrzeuge gemietet werden. Inklusiv – das bedeutet, dass in dem Projekt behinderte und nicht behinderte Menschen miteinander tanzen. „Wir arbeiten sehr projektbezogen“, erklärt Christiane Griess. Das bedeutet: Die Gruppe sucht sich einen Musiktitel aus, entwickelt eine Choreografie dazu und studiert diese dann in manchmal monatelanger Arbeit ein. Die Teilnahme an Wettbewerben wie dem in Oberhausen ist dabei erklärtes Ziel. Vor zwei Jahren waren die Tänzer schon einmal erfolgreiche Teilnehmer an einem solchen Contest, damals tanzten sie zu „Celebrations“. Bis heute spielt diese Choreografie für sie eine große Rolle: „Wir tanzen sie in unseren Tanzstunden immer als erstes, zum Aufwärmen“, erklärt Gerhard Kramer, einer von nur zwei Männern in der Gruppe. In Oberhausen zeigten neun Tänzer eine Choreografie zum Song „Independent Woman“ der US-Gruppe Destiny’s Child und tanzten dabei „sehr anmutend“, wie Jurymitglied Liesner anmerkte.

Tolles Zusammenspiel

Positiv fand er, dass durch das Zusammenspiel zwischen Rollstuhl- und anderen Tänzern verschiedene Ebenen geschaffen wurden – das sei etwas, was Tanzformationen grundsätzlich anstreben würden. Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt: Die Suche nach einem neuen Stück für die nächste Choreografie habe schon begonnen, verraten Christiane Griess und Gerhard Kramer und laden alle, die sich für die Arbeit der Inklusionstanzgruppe interessieren, zu den Trainingsstunden ein. Sie finden immer dienstags ab 18 Uhr im CVJM-Vereinshaus in Dahle statt. Günstig sei, sich vorher mit der Tanzschule Diembeck (Tel. 02352/50406) in Verbindung zu setzen. „Bei uns kann jeder mitmachen“, betont Griess. Auf die Einzigartigkeit jedes Einzelnen werde in der Gruppe sehr geachtet. Dazu Gerhard Kramer: „Dass mal jemand aus der Reihe tanzt, das gehört bei uns dazu“.

Clip im Internet unter:

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