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Regulierung der Flutschäden: Auftrag für Projektsteuerung vergeben

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Von: Thomas Bender

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Das Hochwasser richtete im Juli 2021 verheerende Schäden in Altena an.
Das Hochwasser richtete im Juli 2021 verheerende Schäden in Altena an. © Privat

Aufatmen im Rathaus: Der millionenschwere Auftrag für die Projektsteuerung zur Abwicklung und Regulierung der Flutschäden darf an eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen C&E Consulting und dem Planungsbüro Schumacher vergeben werden.

Das hatte der Hauptausschuss bereits im April beschlossen und sich dabei für den teureren der beiden Anbieter entschieden. Der Unterlegene rief daraufhin die Vergabekammer an, die bei der Bezirksregierung in Münster angesiedelt ist. Sie legte das Verfahren zunächst einmal auf Eis und forderte die Akten an. Am Freitag kam dann die Nachricht, dass das Zuschlagsverbot aufgehoben sei. „Dies bedeutet, dass die Gesamtprojektmanagementleistungen nunmehr durch die Arbeitsgemeinschaft erbracht werden können“, teilt die Verwaltung dazu in einer Pressemitteilung mit.

Beendet sei das Verfahren damit allerdings noch nicht, da die Mitkonkurrentin noch Zeit eingeräumt bekommen hat, mitzuteilen, ob sie weiter die Vergabe beanstanden möchte. „In absehbarer Zeit wird mit einer finalen Entscheidung der Vergabekammer gerechnet werden dürfen, wie der Fortgang des Verfahrens sein wird“, schreibt dazu die Verwaltung.

Jede Menge Ortskunde

Dass die Politik den Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft von C&E und dem Büro Schumacher vergab und damit dem Vorschlag der Verwaltung folgte, liegt daran, dass diese Büros unmittelbar nach dem 14. Juli 2021 mit der Aufnahme der Schäden und dem Erstellen des Wiederaufbauplans beauftragt wurden, sich also mit der Materie bestens auskennen. Hinzu kommt, dass sie sich der Mitarbeit vom Roland Balkenhol versichert haben – der Stadtplaner im Ruhestand bringt natürlich jede Menge Ortskunde mit.

Im Wiederaufbauplan werden die Kosten für die Projektsteuerung mit 5,2 Millionen Euro angegeben. Sie musste deshalb europaweit ausgeschrieben werden. Dazu wird die Stadt angesichts der Menge der Schäden und der Schadenshöhe in dennächsten Jahren immer wieder verpflichtet sein. Sie lässt sich deshalb von einer auf Vergaberecht spezialisierten Anwaltskanzlei beraten. Sie war per Videoschaltung zur Hauptausschusssitzung zugeschaltet und hatte keine Einwände gegen die Vergabe an die Arbeitsgemeinschaft C&E und Schumacher.

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