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 Regionalpfarramt: Neues interprofessionelles Team stellt sich vor

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Von: Markus Wilczek

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Gemeindepädagogin Sabine Drescher (rechts) wurde Anfang Mai in der Evangelischen Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach verabschiedet. Ab August wird sie teil des interprofessionellen Teams des neuen Regionalpfarramtes.
Gemeindepädagogin Sabine Drescher (rechts) wurde Anfang Mai in der Evangelischen Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach verabschiedet. Ab August wird sie teil des interprofessionellen Teams des neuen Regionalpfarramtes. © Bettina Görlitzer

Das Personal steht, der Rahmen ist abgesteckt, nun geht es in dem Prozess der Bildung des neuen Regionalpfarramtes über kommunale Grenzen hinweg darum, dieses Konstrukt auch inhaltlich mit Leben zu füllen.

Dabei kommt den Gemeindegliedern in den drei evangelischen Kirchengemeinden Rahmede (Altena), Oberrahmede (Lüdenscheid) und Hülscheid-Heedfeld (Schalksmühle) eine wichtige Rolle zu.

„Wir haben zunächst alle wichtigen Personalentscheidungen getroffen“, sagt Ralf Ziomkowski, Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde Rahmede. Diese bildet bekanntlich seit dem 1. Januar eine pfarramtliche Verbindung mit Oberrahmede und Hülscheid-Heedfeld. Für dieses neue Regionalpfarramt sind zwei Pfarrstellen für alle drei Gemeinden vorgesehen. Thorsten Brinkmeier, der bislang in pfarramtlicher Verbindung zwischen Rahmede und dem zweiten Pfarrbezirk in Oberrahmede (Rathmecke-Dickenberg) Pfarrer in zwei der Gemeinden ist, bekommt Verstärkung durch Michael Siol.

Michael Siol „der Wunschkandidat“

Siol, der selbst aus Hülscheid-Heedfeld stammt, war vom Kirchenkreis bereits seit Mai mit je einer halben Stelle mit der Vertretung im Pfarrbezirk eins von Oberrahmede und in Hülscheid-Heedfeld beauftragt. „Mit ihm bekommen wir unseren Wunschkandidaten“, erinnert Ralf Ziomkowski, dass sich alle drei Presbyterien dafür stark gemacht hatten, die Stelle mit Siol zu besetzen.

Personelle Unterstützung bekommen die beiden Pfarrer durch die neue Gemeindepädagogin Sabine Drescher, die zuletzt in der Evangelischen Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach tätig war und zum 1. August mit einer vollen Stelle in das dann neu gebildete interprofessionelle Pastoralteam mit Siol und Brinkmeier wechselt. Bei den interprofessionellen Teams handelt es sich um ein Zukunftsmodell der Evangelischen Landeskirche, um dem Mangel an Priestern und dem fehlenden Nachwuchs in diesem Bereich mit beispielsweise Gemeindepädagogen, Jugendreferenten oder auch Angehörigen anderer Berufen zu begegnen. „Dass wir Sabine Drescher für diese Aufgabe gewinnen konnten, ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, sieht Ralf Ziomkowski das neue Regionalpfarramt personell nun gut aufgestellt und blickt „guten Mutes“ in die Zukunft. Das neue interprofessionelle Team soll den Gemeindegliedern in Rahmede am Sonntag im Rahmen einer Gemeindeversammlung vorgestellt werden.

Stelle wird anteilig finanziert

Die neue Stelle der Gemeindepädagogin wurde von den drei Gemeinden gemeinsam ausgeschrieben und wird von diesen auch zusammen finanziert. „Anteilig nach der jeweiligen Größe. Wir als kleinste der drei Gemeinden tragen etwa ein Sechstel der Kosten“, erläutert Ziomkowski.

Perspektivisch könnte zu Brinkmeier, Siol und Drescher noch ein Jugendreferent hinzukommen. „Es gibt erste Überlegungen und Beratungen in diese Richtung. Um das Thema weiter zu verfolgen, haben wir jetzt einen Arbeitskreis ins Leben gerufen“, erklärt Ziomkowski. Ob es sich auch dabei um eine volle Stelle handeln könnte, sei jetzt noch nicht abzuschätzen. „Das ist letztlich natürlich vor allem eine finanzielle Frage“, so der Presbyter.

Schon jetzt könnten sich die Gemeinden auf ihre Ehrenamtlichen verlassen, die beispielsweise die Sonntagsgottesdienste als Prädikanten hielten und die vielen Gruppen leiteten. „Auf sie bauen wir auch zukünftig“, sagt Ziomkowski, der in der Gemeinde Rahmede selbst als Prädikant tätig ist.

Eine Chance, Neues zu gestalten

Deshalb sieht der Presbyter in dem neuen Regionalpfarramt nicht nur ein notwendiges Konstrukt, um wegfallende Pfarrstellen zu kompensieren, sondern auch eine Chance, Neues zu gestalten. „Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Gemeinden, aber eben auch viele Gemeinsamkeiten. Wir haben uns in der kurzen Zeit schon sehr gut zusammengerauft und gehen mit viel Freude in die weiteren Gespräche“, sagt Ziomkowski. In diesen Prozess sollen jetzt auch die Gemeindeglieder wieder eingebunden werden. „Wir stellen die neuen Personen am Sonntag vor – dann sind wir gespannt auf die Fragen, Wünsche und Anregungen aus der Gemeinde“, so Ralf Ziomkowski abschließend.

Gemeindeversammlung am Sonntag

Die Evangelische Kirchengemeinde Rahmede lädt für Sonntag, 31. Juli, zu einer Gemeindeversammlung ein. Im Mittelpunkt soll die Vorstellung des neuen interprofessionellen Teams, bestehend aus Thorsten Brinkmeier, Michael Siol und Sabine Drescher, stehen, das künftig die drei Gemeinden des Regionalpfarramtes (Oberrahmede, Hülscheid-Heedfeld und Rahmede) gemeinsam pfarramtlich betreuen wird. Die Versammlung soll gegen 12 Uhr im Gemeindehaus nach dem Sonntagsgottesdienst (11 Uhr, Friedenskirche) beginnen. Wie an allen Sonntagen in den Sommerferien, wird es auch am 31. Juli ein Mittagessen geben, das sich direkt an die Versammlung anschließt.

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