Preisauszeichnung für Wettbewerb „an besonderem Ort“

Schüler entdecken die Region neu

Puppenspieler Bodo Schulte mit einem typischen Sauerländer, der Puppe Clemens Schulte-Vierkötter. Die ist aus zahlreichen TV-Auftritten im WDR-Fernsehen bestens bekannt. -  Foto: Bonnekoh

Altena - Die Stadt hat „besondere Orte“, keine Frage. Darauf besann sich jetzt auch die Südwestfalen-Agentur als Träger der Regionale. Sie zeichnete am Mittwoch Schülerinnen und Schüler aus Südwestfalen aus, die im Rahmen der Aktion „360 Grad – Die eigene Region entdecken, erleben, erfahren“, besondere Orte ihrer Heimat in kleinen Projekten gewürdigt haben.

Kinderlachen klang Mittwoch, 2. Juli, rund um die Burg Holtzbrinck. Hier und in der Reformierten Kirche gleich gegenüber (weil es eben besondere Orte in Südwestfalen sind), hatte sich die Jury der Südwestfalenagentur unter Vorsitz von Projektleiterin Stephanie Arens versammelt.

Dabei hatten die Frauen und Männer aus dem Kreis der Südwestfalenagentur selbst (sie war unter anderem mit Sprecher Dirk Glaser vertreten), Vertretern der Bezirksregierung, der Natur- und Umweltakademie NRW und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW (Schirmherrschaft) leichtes Spiel. Denn der Wettbewerb fiel auf fruchtbaren Boden.

Meldeten sich zunächst 22 Schulen an, nahmen am Ende 14 teil. Von Grundschülern bis hinauf zu Gymnasiasten, die kurz vor der Reifeprüfung standen. Mehr als 200 von ihnen waren gestern in der Stadt. Höhepunkt ihres Tages am Ende der Projektvorstellung: Das Fahren mit dem Burgaufzug. Wobei die Grundschüler noch zusätzlich eine „Ritter- und Knappenausbildung“ auf der Burg gesponsert bekamen.

Stephanie Arens als Projektleiterin war voll des Lobes über „die Ideen und Projekte, die wir zu Gesicht bekamen.“

Zwar hatte sich aus Altena selbst keine Klasse beteiligt, aber Schulen aus Attendorn, Medebach, Arnsberg, Hagen oder Drolshagen, um nur einige zu nennen, hatten viele kreativen Ideen, über die die Jury entscheiden musste, eingereicht. Beispiel: Die Klasse 7.2 der Herrnscheid-Schule aus Drolshagen suchte am Ort Zeitzeugen von Bombenangriffen aus dem 2. Weltkrieg. Noch immer gibt es in der Stadt und im Wald sichtbare Spuren dieser Schreckenstage. Dann erarbeiteten die Schüler Wanderrouten rund um diese historische Plätze und brachten Dosen an, in die sie kurze Informationen zu geschichtlichen Ereignissen rund um den 2. Weltkrieg an dieser Stelle der Wanderroute hinterließen.

"Südwestfalen 360 Grad – die eigene Region entdecken, erleben, erfahren"

„Wir waren beeindruckt“, sagt Arens. Auffällig sei, wie sehr sich die Jungen und Mädchen und Heranwachsenden mit dem Thema Wald auseinander gesetzt hätten. „Das ist herausragend gewesen.“

Auch das Projekt „Transiträume“ des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs aus Plettenberg, Klasse P-EA 1, war außergewöhnlich. Es beschäftigte sich mit einem ehemaligen jüdischen Friedhof, der heute ein öffentlicher Park ist und dem abgeschiedenen jüdischen Friedhof in der Stadt selbst. - von Johannes Bonnekoh

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