Regen, Matsch und Abenteuer auf Burg Altena

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Als Römer gewandet postieren diese jungen Christen vor dem Friedrichsthor zur Burg Altena.

ALTENA - Seltenes Bild vor Burg Altena. Als Römer gewandte Frauen und Männer possieren vor dem Friedrichsthor, im Innenhof der Feste ein wuseliges Durcheinander: Junge Leute rufen, hasten und singen.

Unter der Trägerschaft der „Freien Missionsgemeinde Iserlohn e.V. – das Kraftwerk“ verbrachten Dienstag mehr als 90 junge Leute einen Tag ihres Sommerlagers (SoLa MK) auf der Altenaer Feste. Die Mitglieder verschiedener Freikirchen aus dem Kreis verleben gemeinsam rund um den Hof Osthold auf der Grünmannsheide in Iserlohn ein paar fröhliche Tage. „Wir sind viele Familiengruppen“, erläutern Christine Wall und Yvonne Schneider, die zum etwa 50-köpfigen Betreuerteam gehören. Die beiden sind – wie fast alle Campteilnehmer – wie Römerinnen gewandet. „Es macht einfach Spaß“, sagen die jungen Frauen – und den haben die 13 bis 16-Jährigen sichtbar ebenso.

Bereits seit dem Jahr 2000 veranstaltet „Kraftwerk“ und die mit ihm kooperierenden oder angeschlossenen Freikirchen diese Art SoLa - also Sommerlager. „Das kommt gut an, bringt für jeden etwas“, so die jungen Frauen. Gott erfahren, sich selbst besser kennen zu lernen, all das sei abseits der Zivilisation, so wie wir sie herkömmlicherweise kennen und schätzten, im Zeltlager „sehr gut möglich.“

Und so wanderten die jungen Römer Dienstagnacht von der Burg Altena zurück nach Iserlohn. Über Stock und Stein, durch Regen und Matsch. „Jeder hat Kleidung zum Wechseln. Alle tragen Stiefel“, sagen Christine Wall und Yvonne Schneider. Und sie verblüffeln, wenn sie weiter erzählen, dass die Römer in der Nacht „im Wald schlafen oder sich eine Scheune suchen. Das klappt eigentlich immer.“ Muss man besonders hart sein, besonders wettersicher? „Eher nicht“, kommt die Antwort. Und ein lateinischer Spruch wird angehängt: „A vida est periculi virtus – übersetzt etwa: Tapferkeit sehnt sich nach Gefahr!

Während die Teens, also die 13- bis 16-Jährigen vom 17. bis 24. Juli campen, sind neun- bis zwölfjährige Kinder direkt im Anschluss, und zwar vom 26. Juli bis 2. August, an der Reihe.

Während der Lagerzeiten wird viel gebastelt, die Natur erkundet, gespielt und an Gott gedacht. Es gibt den Morgen- und Abendlobpreis in großer Runde und das gemeinsame Singen am Lagerfeuer. „Natürlich auch christliche Lieder. Das ist einfach eine besondere Erfahrung.“

von Johannes Bonnekoh

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