„Volles Haus“

Regelbetrieb in Kitas: Ein großes Stück Normalität zurückgewonnen

Kindertagesstätte
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Regelbetrieb in den Kitas: Die Freude ist groß

Die Normalität kehrt zurück in die Kitas. Viele in Altena und Nachrodt melden wieder „volles Haus“. Und alle freuen sich darüber.

Altena/Nachrodt – Volle Wochenstundenzahl, keine zwingend vorgeschriebene Gruppentrennung mehr, glückliche Kinder und erleichterte Eltern: Nach zahlreichen pandemiebedingten Einschränkungen herrscht seit dieser Woche wieder Regelbetrieb in den Kindertagesstätten in NRW. „So langsam kehrt ein Stück Normalität zurück“, sagt Martina Hochstein, Leiterin der katholischen Kindertageseinrichtung St. Matthäus in Altena. Ein Überblick.

Volles Haus in Kita St. Matthäus in Altena

Mit 33 Mädchen und Jungen herrscht in dieser Woche wieder volles Haus in der Kita. Martina Hochstein gefällt‘s. „Den Kindern merkt man die lange Zeit mit den Einschränkungen an. Einige, die lange gefehlt haben, müssen manche Dinge erst wieder neu lernen. Zum Beispiel, dass man Regeln beachtet oder auch Absprachen trifft“, sagt die Kita-Leiterin. Ein offizielles Betretungsverbot für Eltern gibt es zwar nicht, die Mütter und Väter aber geben ihre Kinder weiter an den Türen der Gruppen ab. „Das hat sich in der Zeit bewährt“, sagt Martina Hochstein.

Weniger rund läuft es in puncto Corona-Testungen. Inzwischen stehen für die Kleinen auch in der Kita St. Matthäus die Lolli-Schnelltests zur Verfügung. Eltern können sie sich für eine Testung der Kinder in den eigenen vier Wänden aushändigen lassen. Doch diese kostenlosen Tests, die nicht verpflichtend sind, werden kaum genutzt. „Die Lolli-Tests werden eher weniger in Anspruch genommen. Bis jetzt haben sich nur wenige Eltern den Test bei uns geholt“, sagt Martina Hochstein. Sie und ihr Team („die meisten Kollegen sind schon zweimal geimpft“) testen sich hingegen weiter zweimal pro Woche.

Wieder Einschränkungen „wären fatal“

Froh ist Martina Hochstein darüber, dass die strikte Trennung der Gruppen aufgehoben ist und sich die Kinder der beiden Gruppen wieder drinnen und draußen begegnen und zusammen spielen können. „Im Nachmittagsbereich werden bei uns die Gruppen zusammengelegt“, verdeutlicht Hochstein, die sich sehr für die Familien freut. Die Kinder seien glücklich und „die Eltern unheimlich happy“. Die Leiterin der Kita St. Matthäus hofft daher inständig, dass die Inzidenz nicht wieder ansteigt und es beim Regelbetrieb mit dem vollen Wochenstunden-Angebot bleiben kann.

„Nochmal zurück zu den ganzen Einschränkungen, das wäre fatal“, so Hochstein. Vor allem für die Kinder, die nach den Sommerferien Schulkinder sein werden, freut sie sich. In den nächsten Wochen sind für diese Mädchen und Jungen noch einige schöne Aktionen in der Kita geplant.

Evangelische Kindergärten in Altena mit tollen Aktionen

Auch Inge Harneid, die für die evangelischen Kindergärten Knerling und Drescheider Berg sowie für die Waldgruppe zuständig ist, freut sich riesig für die angehenden Schulkinder, dass sie ihre letzten Wochen in der Kita doch noch im Regelbetrieb erleben dürfen. „Wir machen mit diesen Kindern noch einige tolle Aktionen. Das haben sie sich auch verdient, denn ihnen ist im letzten Jahr so einiges genommen worden“, betont Harneid.

Zur Freude der Kollegen, aber auch zur Freude der Kleinen gibt es seit Montag keine festen Settings mehr. „Über die Aufhebung der Gruppentrennung freuen wir uns sehr. Es war schwierig, weil die Kinder die Trennung einfach nicht gewohnt waren und sie den Kindergarten erkunden wollten“, verdeutlicht Harneid.

„Corona ist ja nicht weg“

Aber auch für das Personal – die Mehrheit ist ebenfalls bereits zweimal geimpft worden – sei die Aufhebung der Gruppentrennung arbeitstechnisch eine Erleichterung. Inwiefern die Eltern die kostenlos zur Verfügung gestellten Lolli-Tests für eine Testung ihrer Kinder zuhause tatsächlich auch nutzen, weiß Harneid hingegen nicht. „Wir geben den Eltern jedenfalls die Tests mit.“

Die Gruppen am Knerling und Drescheider Berg waren schon in den vergangenen zwei, drei Wochen gut gefüllt, seit der Rückkehr zum Regelbetrieb herrscht nun wieder volle Hütte und damit pralles Leben. „Fast wie früher“, meint Harneid, die allen Kindern, Eltern und Kollegen die Daumen drückt, dass es keine erneuten Einschränkungen wird geben müssen. In Sachen Hygiene und Schutzmaßnahmen werde daher weiter alles getan, um das Virus vor der Kita-Tür zu lassen. „Corona ist ja nicht weg“, so Harneid. Alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie im MK lesen Sie in unserem News-Blog

Awo-Kita in Nachrodt: Große Entlastung für Elltern

„Es sieht gut aus. Wir sind wieder komplett“, sagt Katrin Bormann, Leiterin der Awo-Kita in Nachrodt, in der die Gruppentrennung zunächst aber noch bestehen bleibt. Eine Vorsichtsmaßnahme der Einrichtung, denn theoretisch könnte ja schon durch ein infiziertes Kind bei einer gruppenübergreifenden Betreuung die gesamte Einrichtung in Quarantäne versetzt werden. „Wir haben uns erstmal so entschieden und wollen in Ruhe abwarten“, sagt Bormann.

Dass seit Montag wieder die volle gebuchte Betreuungsstundenzahl angeboten werden kann, sei gerade für die Eltern eine Entlastung. „Es fällt ein großer Druck von den Familien ab“, meint die Kita-Leiterin. Seit dieser Wochen stehen auch in der von ihr geleiteten Einrichtung die Lolli-Test, nach denen einige Eltern bereits gefragt hatten, zur Verfügung. „Wir bieten den Eltern diese Tests für ihre Kinder seit dieser Woche an“, so Bormann, die wie Martina Hochstein und Inge Harneid die Rückkehr zum Regelbetrieb ebenfalls als einen Schritt in Richtung Normalität empfindet.

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