Gewerbepark Rosmart

Rege Bautätigkeit im Gewerbepark Rosmart

+
In das Gebäude im Vordergrund ist vor einiger Zeit die vorher in Balve ansässige viktora-medizintechnik.de eingezogen. Im Hintergrund entstehen große Neubauten für die Repetaler Kunststoff Color und für ein weiteres Unternehmen.

Altena - Jetzt geht’s rund auf Rosmart: Im unmittelbaren Anschluss an die Firma MN-Kaltformteile entstehen derzeit zwei große Neubauten. In einen wird die Repetaler Kunststoff Color aus Attendorn einziehen. 

Wer der Bauherr der zweiten, größeren Halle ist, darf die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS) nicht sagen: „Dieses Unternehmen möchte nicht genannt werden“. 

Marcel Krings gehört zu den GWS-Mitarbeitern, die mit der Vermarktung der Flächen im Gewerbepark beauftragt sind. „Wir haben damit im Moment ganz gut zu tun“, sagte er gestern. Zwar wurde in diesem Jahr erst ein einziger Kaufvertrag unterschrieben, es gibt aber zahlreiche Interessenten, die sich Grundstücke reservieren ließen. Sieben solcher Vormerkungen gibt es zurzeit. Zwei davon sind ganz erheblich. Sie betreffen die Flächen an der bereits vorhandenen Erschließungsstraße, die an der Kletterwelt abzweigt. 

Damit hat alles angefangen: Vor über zehn Jahren zog die MN Kaltformteile in ihren Neubau, der die Einfahrt in den Gewerbepark prägt.

An ihr sind sämtliche Grundstücke reserviert, und zwar für nur zwei Investoren, die entsprechend große Pläne hegen. Sie seien schon recht weit gediehen, sagte Krings gestern. „Wir rechnen aber nicht damit, dass dieses Jahr noch Verträge unterschrieben werden“. Die übrigen Reservierungen betreffen kleinere Flächen in der Nachbarschaft der Firmen Mekon und Fischer. Für zwei Bauvorhaben laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 

Da ist zum einen die Lüdenscheider Firma ipf electronic, der im Gewerbepark eine 15000 Quadratmeter große Fläche gehört. Die von ihr beauftragte Architektin arbeite am Feinschliff der Pläne, berichtete Krings. Im nördlichen Bereich des Gewerbegebietes wird der Märkische Kreis sein Feuerschutz- und Rettungsdienstzentrum mit angegliederter Kreisleitstelle bauen. Dafür werden gerade die Voraussetzungen geschaffen: Stadtwerke und Abwasserwerk haben mit dem Bau der Erschließungsanlagen begonnen. 

Im Anschluss an die Ortschaft Horst haben die Arbeiten für die Erschließung des Feuerwehrzentrums begonnen.

Etwa ein Dutzend Unternehmen sind derzeit auf Rosmart ansässig – große wie MN Kaltformteile und Mekon, aber auch ganz kleine. So sind ein Physiotherapeut und die Fitness-Factory Crossfit in die Nebengebäude der Breddermann-Villa eingezogen. Erste Überlegungen zur Ausweisung eines Gewerbegebietes auf den Rosmarter Höhen gab es schon in den 1990-er Jahren, Schwung kam aber erst in die Sache, als der 1999 neu gewählte CDU-Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sich der Sache annahm. 

Crossfit und ein Physiotherapeut sind in den ehemaligen Reitstall neben der Breddermann-Villa eingezogen.

Er überzeugte Ministerien und die Bezirksregierung davon, dass diese Flächen nicht nur für die Stadt Altena, sondern auch für Lüdenscheid und Werdohl existenziell wichtig seien. Die erste Neuansiedlung in dem interkommunalen Gewerbegebiet erfolgte 2006 durch die Firma MN Kaltformteile. 

Wenig später kam eine Wirtschaftskrise, die sich auch in Südwestfalen negativ auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auswirkte. Diese Phase sei längst überwunden, sagte Krings gestern. Viele Firmen dächten zur Zukunftssicherung ganz konkret über Neubauten nach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare