Wenn's brennt, sind gute Nachbarn Gold wert

Rauchübung der Feuerwehr in ABG-Abbruchhäusern am Breitenhagen

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Mit der Drehleiter verschaffte sich die Feuerwehr Zugang zu den Abbruchhäusern Wilhelmstraße.

Altena - Fünf Zentimeter freie Sicht - mehr hat eine Einsatzkraft der Feuerwehr nicht, wenn sie in ein verqualmtes Wohnhaus kommt und sich mühselig von Raum zu Raum vortasten muss. Ein solches Szenario fand gestern der Löschzug 1 auf dem Breitenhagen vor. Die Baugesellschaft stellte das Haus Wilhelmstraße 39 für die Übung zur Verfügung. Wie das Nachbarhaus 41 wird es voraussichtlich zum Ende des dritten Quartals zu Boden gehen.

So lange die Brachen noch da sind, nutzt die Altenaer Wehr sie gern für größere Übungen wie die am Sonntag. Die 60 Einsatzkräfte aus Freiheit, Mühlendorf und vom Knerling fanden nicht nur das künstlich vernebelte Wohngebäude vor, sondern auch die Vorgabe, dass sich noch zwei vermisste Personen im Haus befanden.

Aber wie das an Altenas Hängen so ist: Auch um in den Keller zu gelangen, bedarf es Leitern. Sowohl die klassische, wie auch die Drehleiter kam zum Einsatz zur Bergung der Menschen. Sechs Atemschutztrupps standen bereit und verschafften sich mit Hilfe der Anweisungen der Einsatzleitung Zugang zu den Zimmern.

„Bei verrauchten Mehrfamilienhäusern steht als erstes auch immer eine Nachbarschaftsbefragung an“, erklärt Wehrleiter Alexander Grass. „Die können uns Auskünfte über den Wohnungszuschnitt geben und idealerweise auch darüber, wo im Haus sich die Nachbarn bevorzugt aufhalten. Mit diesen Informationen müssen wir arbeiten, denn mehr als fünf Zentimeter freie Sicht gibt’s bei Rauchentwicklung oft nicht.“

Als gut eingespieltes Team war der Löschzug 1 nach 30 Minuten fertig mit Bergen und Löschen. „Im Realeinsatz wäre es noch schneller gegangen!“ lobte Grass. „Heute haben wir im Team durchgewechselt, damit jeder Mal unter den Bedingungen arbeiten konnte.“ Gelegenheit dazu gibt’s noch am Breitenhagen: Nicht nur in der Wilhelmstraße, sondern auch am Finkenweg plant die Baugesellschaft Abbrüche: Auf dem Grund der Häuser 2 bis 6 kann sich Joachim Efferz gut neuen Baugrund vorstellen, in der Wilhelmstraße wird eine weitere Grünfläche errichtet.

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