In der Rahmede:

Abluftkanal einer Reinigungsanlage löste Großeinsatz aus

[Update 16.15 Uhr] ALTENA - Mit Sirenenalarm wurde die Feuerwehr am Donnerstagmorgen zu einem Industriebrand gerufen. In der Firma Frebel & Obstfeld in Mühlenrahmede stand ein Abluftschacht in Flammen.

Neben dem Löschzug 1 (Stadtmitte) wurde um 7.59 Uhr auch der Löschzug 3, also Rahmede, Rosmart und Drescheid, in Richtung Mühlenrahmede in Marsch gesetzt. Der Brand war im Absaugschacht einer Reinigungsanlage für Kleineisenteile entstanden. Dort auftretende Dämpfe, die auch ölhaltig sind, hatten sich mit der Zeit an der Innenseite des Schachtes abgelagert und waren schließlich in Brand geraten. „Da reicht ein Funke“, weiß Feuerwehr-Wachleiter Udo Winter.

Die Schwierigkeit bei der Bekämpfung bestand für seine Männer darin, an den Brandherd zu gelangen, der irgendwo im Inneren des 40 mal 40 Zentimeter messenden Schachtes saß. Es wurde beschlossen, den Flammen von drei Seiten aus zu Leibe rücken. Zum Einsatz kamen sowohl CO2- als auch Pulverlöscher. So gingen die Feuerwehrmänner an der einen Seite vom unteren Ende des Schachtes zur Sache. Mit Hilfe der Drehleiter – die bei einem Industriebrand automatisch mit der Wachbesatzung ausrückt – wurde der Brand zudem von oben bekämpft, über die Austrittsöffnung des Schachtes.

Um auf der sicheren Seite zu sein, wurde mit einem Trennschleifer zudem in der ersten Etage des Firmengebäudes am Mühlenbach – also auf halbem Wege der Abluft – ein Loch in die Wandung des Schachtes geschnitten. So wurde die Feuerwehr dann recht schnell Herr der Lage.

Als Mitarbeiter der Firma die Flammen entdeckt hatten, versuchten sie zunächst auch selbst zu löschen. Udo Winter: „Sie haben aber auch die Feuerwehr gerufen – und das war richtig.“

Nach der Meldung an die Feuerwehr wurde entschieden, zwei Löschzüge in Marsch zu setzen. Das hänge auch mit der Verfügbarkeit der Einsatzkräfte zu dieser Tageszeit zusammen, so Winter. Die Züge können ausgedünnt sein, weil auswärts arbeitende Feuerwehrkräfte dann nicht zur Verfügung stehen.

Auf 54 Männer und Frauen konnte der Einsatzleiter aber schließlich zurückgreifen. Nach eineinhalb Stunden konnten die Blauröcke wieder abrücken. - Von Thomas Keim

Sehen Sie hier ein Video zum Feuerwehreinsatz.

Rubriklistenbild: © Foto: van de Wall

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