CDU-Fraktion äußert Verständnis für Rücktritt

CDU-Fraktionsvorsitzender Helmar Roder.
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CDU-Fraktionsvorsitzender Helmar Roder.

„Als CDU-Fraktionsvorstand wurden wir von Thorsten Müllers Entscheidung nicht überrascht.“ Mit dieser Feststellung beginnt eine Stellungnahme zum Rücktritt des CDU-Kommunalpolitikers von seinen Ämtern innerhalb der Fraktion. Bei Müller sei schon länger eine gewisse Unzufriedenheit spürbar gewesen, präzisierte Fraktionsvorsitzender Helmar Roder auf Nachfrage. Deshalb verstehe und akzeptiere er Müllers Entscheidung.

Altena – „Wir haben ein tolles Team mit sehr viel Fachwissen in der Fraktion. In jedem Team gibt es aber auch unterschiedliche Meinungen und Ansichten über das weitere Vorgehen bei bestimmten Themen. Im regen Austausch versuchen wir grundsätzlich Meinungsverschiedenheiten intern zu klären und zu einer gemeinsamen Linie zu finden“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Es sei normal, dass sich nach einer langen Zeit der Konstanz in Politik und Verwaltung die neuen Akteure auch in ihren Rollen erst finden und gemeinsame Absprachen treffen müssten. „Übergreifend für alle Fraktionen gilt seit Jahren, dass wir uns im Sinne der Bürgerinnen und Bürger politisch engagieren. Dazu gehören aus unserer Sicht auch kontroverse Diskussionen im Sinne der Sache“, heißt es in dem CDU-Statement. Demokratie habe viel mit Meinungsvielfalt, aber auch mit gemeinsamen Regeln und mehrheitlicher Zielsetzung zu tun.

Engagement in Bremen

Der CDU-Fraktionsvorstand geht auch davon aus, dass Müllers Entscheidung auch damit zu tun hat, dass er sich auch außerhalb der Stadt Altena politisch engagiere. Tatsächlich bestätigte Müller, dass er sich schon seit längerer Zeit in der Bremer CDU engagiere und versprochen habe, die im bevorstehenden Bürgerschafts-Wahlkampf zu unterstützen. „Ich helfe da sehr gerne, weil ich in Bremen mal gelebt habe und diese Stadt auch als Heimat sehe“, sagt er.

Die CDU Altena sei froh, dass Müller sie mit seinem Wissen und seiner professionellen Einstellung im Rat und in der Fraktion weiterhin unterstützten wird, heißt es in der Stellungnahme, die die Probleme zum Teil auch auf Corona zurückführt: „Wie alle gemeinschaftlich aufgestellten Gruppen leiden auch wir durch die Pandemie darunter, dass persönliche Treffen nicht in der gewohnten Weise stattfinden konnten. Der persönliche Kontakt ist auch nicht durch unsere regelmäßig geführten Videokonferenzen zu ersetzen. Dies ist uns auch durch die entstandene Situation noch einmal sehr bewusst geworden. Offensichtlich fehlen uns allen die zwischenmenschlichen Töne, die das geschriebene Wort, nun einmal nicht liefern kann“.

Die CDU-Fraktion werde auch weiterhin mit guten Projekten und Ideen Altena gestalten und Bürgermeister Uwe Kober voll unterstützen

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