Ratsherr geht ins Internet und sucht Bürgerkontakt

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Reiner Kemmerling vor seinem PC.

ALTENA - Als zweiter stellvertretender Bürgermeister hat Reiner Kemmerling im Auftrag der Stadt viele Termine zu absolvieren. Der 49-jährige, dreifache Familienvater, der vor drei Jahren zum Drescheider Berg zog, schätzt dabei besonders eines: „Die Bürger, die ich treffe, tragen viel an mich heran. Anregungen, Probleme, Fragen, die ich dann in die Rats- und Ausschussarbeit einfließen lasse.“

Jetzt geht der Sozialdemokrat aber noch einen Schritt weiter: Er hat sich durch einen guten Bekannten eine eigene Homepage erstellen lassen, die ab sofort unter http://www.kemmerling-spd.de frei geschaltet ist.

Auf Bürger zugehen

Für den im Zivilberuf als Sozialpädagogen tätigen Mann ist das der richtige Weg, „heute modern auf die Bürger zuzugehen.“ Quasi vom Sessel aus könne jeder mit einem Klick zu ihm Kontakt aufnehmen, Ideen, Anregungen und Kritik äußern. „Das befruchtet beide, davon bin ich überzeugt“, sagt er. Seines Wissens ist er das erste von 34 Ratsmitgliedern der Stadt, die das Internet für eine eigene Homepage nutzt. Für Kemmerling ist das moderne Medium so etwas wie ein Mittel „gegen die allgemeine Politikverdrossenheit“.

Neben Angaben zur Person inklusive seines beruflichen Werdeganges gibt es auf seiner Homepage die Station „Neues und mehr“, eine regelmäßige „Infoecke“ und eine Übersicht über seinen Terminkalender. „Immer wieder werde ich gefragt, was machen Sie eigentlich so im Rat?“ Jetzt könne jeder Interessent sehen, wo und wie oft er unterwegs wäre.

Große Hoffnungen, mit dem Bürger via PC ins Gespräch zu kommen, setzt er auf sein Forum. „Ich bitte besonders die Drescheider Bürger und die Bewohner des Breitenhagen, mit mir im Blog in Kontakt zu treten.“

Unterschriften sammeln

Zur Zeit ist Kemmerling dabei, einem Missstand in seinem Wohnumfeld zu Leibe zu rücken. „Hier fehlt einfach ein Briefkasten. Ganz banal, ich weiß, aber ich denke mal, da werde ich aktiv.“ So plant er eine Unterschriftenaktion.

Für Samstag lädt der Ratsherr zum Zögerplatz ein. Dort informiere die SPD über das neue Gesetz zur Dichtigkeitsprüfung. „Und leckere Berliner und heißen Kaffee gibt es als verspäteten Neujahrsgruß der Sozialdemokraten auch“, fügt er an.

von Johannes Bonnekoh

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