Ratschläge für die Fahrradwartung

Seminar zur Pannenhilfe im Deutschen Drahtmuseum

+
Runde Sache: In der Pause gab es Gelegenheit, die mitgebrachten Bauteile in die Hand zu nehmen.

Altena – Ratschläge für Fahrradwartung und Pflege sowie Werbung für das Fahrradfahren im Märkischen Kreis verband ein Seminar, zu dem das Drahtmuseum im Rahmen seiner Ausstellung zur Geschichte des Fahrrades eingeladen hatte.

„Wir fahren gerne Fahrrad“, machten Martin Isbruch, 1. Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) im Märkischen Kreis, und Bernhard Schomm, Sprecher der Regionalgruppe, deutlich. Die beiden Fahrrad-Enthusiasten bemühten sich, die Erwartungen zu dämpfen: „Wir sind keine Techniker. Wir können nicht jede Frage bis ins letzte Ritzel beantworten.“

Dieser Selbstauskunft entgegen lieferten die beiden umfassende Antworten auf die Fragen: Was ist eine Panne? Wie kann ich vorab verhindern, dass bestimmte Pannen passieren? Was für Werkzeug brauche ich für unterwegs, um eine Panne zu beheben? 

Auch Fahrräder gehen mit der Zeit: „Jede Epoche erfindet das Fahrrad neu“, wiesen sie auf die komplexen technischen Neuerungen hin, die an die Nutzung, Pflege und Reparatur immer mehr Anforderungen stellen: Von Scheibenbremsen bis zu elektronischen Bauteilen und Akkus, die den Betrieb von Elektromotoren ermöglichen. 

Acht-Punkte-Schnellcheck beachten

Der Acht-Punkte-Schnellcheck vor der Abfahrt zielte jedoch zunächst auf jene Bauteile, die alle Fahrräder gemeinsam haben: Lenker, Bremsen, Kette, Sattel, Gepäckträger, Laufräder, Speichen, Pedale und Beleuchtung. Für den gewöhnlichen und eher gelegentlichen Fahrradnutzer konnten einige prophylaktische Maßnahmen den Eindruck eines gewissen Perfektionismus verbreiten. 

Der Acht-Punkte-Schnellcheck zielt auf jene Bauteile, die alle Fahrräder gemeinsam haben: Lenker, Bremsen, Kette, Sattel, Gepäckträger, Laufräder oder Speichen.

Andererseits ist es eine sehr vernünftige Einstellung, mögliche Pannen vorab zu vermeiden oder durch ein wenig Gepäck eine Reparatur unterwegs möglich zu machen. „Für jedes Fahrrad muss ich das richtige Werkzeug mitnehmen“, mahnte Bernhard Schomm. 

Anderthalb Jahre sei er mit dem Auto zur Arbeit gefahren – dann habe er „die Faxen dicke gehabt“, warb Martin Isbruch für einen Schritt, der persönliche Gesundheit mit einem dringenden politisch-ökologischen Anliegen verbindet: „Wir wollen deutlich bessere Bedingungen für das Fahrradfahren erreichen.“ In einer Kampagne zum 40-jährigen Jubiläum fordert der ADFC „Mehr Platz für’s Rad.“ 

Die Niederlande als Vorbild

Beispielhaft verwiesen die beiden Radfahrer aus Passion auf die Niederlande, wo eine leider bisher einzigartige Infrastruktur für Fahrräder geschaffen wurde – inklusive Fernverbindungen. Bevor die Nachbarn diese Aufgabe in Angriff nahmen, gab es auch dort viele verletzte und tote Fahrradfahrer, die im gemeinsamen Verkehrsraum mit den Autos oft unter die Räder kamen. 

Die Meldung, dass in Deutschland im vergangenen Jahr wieder mehr Zweiradfahrer im Verkehr ums Leben kamen, könnte – für eine vernünftige Verkehrspolitik – ein Anstoß sein, das Fahrradwegenetz auszubauen. 

Vor den Hügeln und Bergen des Sauerlandes müsse man sich im Zeitalter der E-Bikes und Pedelecs nicht mehr fürchten, betonten die beiden ADFC-Vertreter: „Der Südkreis ist reif für das Fahrradfahren.“ Der ADFC MK bemühe sich darum, weitere Ortsgruppen zu gründen, um die Zweiradlobby zu stärken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare