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Frühschoppen auf der B 236

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Von: Jona Wiechowski

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Frebel und Roberg
Thomas Roberg und Christiane Frebel suchten das Gespräch mit den Anliegern des Buchholz. © Jona Wiechowski

Ein Frühschoppen mitten auf der Hauptstraße: Die Gunst der Stunde haben am Sonntag die CDU-Mitglieder Thomas Roberg und Christiane Frebel genutzt. Auf der gesperrten B236 stellten sie mehrere Bierzeltgarnituren und Stehtische auf. Bei Getränken und frisch gegrillten Würstchen kamen sie mit Anwohnern ins Gespräch.

Altena — Der Treffpunkt war direkt hinter der Sperrschranke auf der Ecke Werdohler Straße/Buchholzstraße. Und damit war die B236 als wichtiges Thema vorprogrammiert. Oft angesprochen wurde die Umfahrung über die Buchholzstraße und den Kohlhagener Weg. Eigentlich ist das verboten, weil es sich um Anliegerstraßen handelt. Darum kümmern sich viele Autofahrer angesichts der voll gesperrten Bundesstraße aber nicht.

„Das ist aber nicht das Problem“, meinte eine Anwohnerin und erklärte: „Die fahren nicht, die fliegen.“ Auf 80 Kilometer die Stunde schätzte sie einige der Fahrer — bei erlaubten 30. Die Polizei kontrolliere zwar ab und zu — allerdings nicht zu den Stoßzeiten morgens oder nachmittags nach Feierabend, bemängelte sie. Auffällig sei auch, dass die Strecke von vielen Auswärtigen genutzt würde. Kennzeichen aus Dortmund, Unna oder Euskirchen seien keine Seltenheit.

Die Durchfahrt nach Altena über die B236 ist auf Höhe der Abbiegung Buchholzstraße mit einer Schranke versperrt und wird videoüberwacht. Manche Autofahrer halte allerdings auch das nicht davon ab, trotzdem durchzufahren. Kurzerhand würden die Schranke oder die Bake daneben einfach zur Seite geschoben, berichteten Anwohner.

Auch für die Zeit, wenn die B236 wieder befahrbar ist, gab es einen Verbesserungsvorschlag. Biegt man von der Buchholzstraße auf die Werdohler Straße in Fahrtrichtung Altena ab, kommt man wegen der extrem spitzwinkeligen Verkehrsführung zwangsläufig in den Gegenverkehr. Ein Anwohner schlug vor, die Buchholzstraße in den Hang zu erweitern – ein Plan, der vor Jahren schon einmal verfolgt, damals aber an Grundstücksfragen scheiterte.

Mit Anwohnern reden, Anregungen aufnehmen — „das ist mir wichtig“, erklärte Roberg. Er schrieb sich die ganzen Anliegen auf. So zum Beispiel auch, dass am Lissingweg eine ganze Reihe toter Fichten nah an Häusern stünde.

Genau wie Frebel freute er sich über die gute Resonanz: „Wir sind zufrieden.“ Am Morgen hatten die beiden alles aufgebaut. Auf Bierzeltgarnituren konnten sich die Nachbarn setzen. Belegte Brötchen gab es genauso wie frisch gegrillte Würstchen. In seinem Wohnmobil bereitete Roberg warme Getränke zu — gerade passend bei den kühlen Temperaturen.

Im nächsten Jahr solle es auf jeden Fall weitere dieser Stammtische geben, unter anderem in der Nette, so Roberg.

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