Ramona Czygan neue Stipendiatin der Werkstatt Altena

Ramona Czygan hat den Schalk im Nacken. Hier beim Anschrauben ihres Namensschildes am Kutscherhaus neben der Burg Holtzbrinck.

ALTENA - Ich mag Kleinstädte“, sagt Ramona Czygan. Und dieser Satz kommt ihr aus dem Herzen. Geboren in Bernau bei Berlin ist die junge Frau neue Stipendiatin der Werkstatt Altena und seit Mittwoch, 18. Juli, für ein knappes halbes Jahr „Bewohnerin“ des Kutscherhauses an der Burg Holtzbrinck.

Von Johannes Bonnekoh

Altena? – „Ja, ich muss sagen, die Menschen hier sind sehr freundlich, hilfsbereit. Und die Landschaft ist ein Traum. Wald, Wald und Berge. Genau das habe ich gesucht.“

29 Jahre alt ist die studierte junge Frau (Bildende Kunst, Kunstgeschichte, Schwerpunkt Fotografie) und wieder neu „auf der Suche.“ – Auf der Suche nach Motiven für ihre Arbeiten in verschiedenen Fototechniken. Längst hat sie sich seit 2005 schon einen gewissenen Namen auf verschiedenen Ausstellungen gemacht. „Obwohl“, und Ramona Czygan – „sagen Sie Mona“ – winkt ab: „Ich probiere weiter...“.

Da fällt der Blick auf einige ihrer „Arbeitsgeräte“ im noch nicht ganz eingeräumten Kutscherhaus: Da stehen Lochkamera, Polaroid-Kamera, unterschiedliche Mittelformat-Kameras und ein Digitalapparat. Dass die Neu-Altenaerin gern experimentiert, wird deutlich. „Ich bin in den letzten Tagen stundenlang durch den Wald gezogen. Wenn der Nebel kommt, Wahnsinn. Das bringt mich auf Ideen...“, sagt sie und lässt nebenbei einfließen, dass sie sich schon viele Gedanken macht über die Gestaltung einer Ausstellung in der Stadtgalerie. „Da gibt es vier Räume. Ich könnte die themenmäßig bestücken. 1. Die Lenne – Wahnsinn dieser Fluss mitten in der Stadt 2. Die Burg, dann 3. der Wald und 4. die Industrie oder Brachen oder - oder - oder?“ Sie müsse sich erst finden, sortieren. „Es wird mir hier nicht langweilig.“

Mit 17 Jahren zog sie von zu Hause aus – nennt als Übersetzung ihres Namens Czygan den Begriff Zigeuner. So ein bisschen unstet sei sie vielleicht, aber eher, weil sie probiere, suche und wage.

Für Preise war sie mehrfach nominiert. Früher waren Portraits- und Modefotos ein Arbeitsschwerpunkt. „Das mache ich jetzt nicht mehr. Landschaften sind meine neuen Bildthemen. Das passt hierher. Ich bin froh, in Altena zu sein.“

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