Rahmeder Bürger begehren auf: Die Lichter gehen aus!

Es ist noch nicht lange her, da wurde die Turnhalle zum Hohle aufwändig restauriert.

ALTENA - In der Rahmede gärt es. Zumindest wenn es nach den Aussagen von Werner Thiele, langjähriger Ortsvorsteher, und Karl-Heinz Thurm, Vorsitzender des Rahmeder Turnvereins, geht. Der Grund dafür ist der Verkauf der städtischen Turnhalle Zum Hohle. „In der Rahmede gehen so langsam die Lichter aus“, so Thiele.

Im Gespräch mit der Redaktion zählt Thiele viele weitere negative Veränderungen in dem Altenaer Ortsteil auf. „Bald sind wir hier nur noch eine Transitstrecke“, sagt der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins und verweist auf den Sportplatz Gottmecke, den ehemaligen Jugendtreff von „Pro Jugend 2000“ und die Schließung des Aldi-Marktes in den vergangenen Jahren. Für Thiele richten sich „alle getroffenen und noch folgenden Maßnahmen“ im Wesentlichen gegen junge Rahmeder Bürger.

Beim Ausbluten des Stadtteils sieht Thiele allerdings auch die Bürger und Vereine in der Rahmede in der Pflicht. „Zum Beispiel die beiden Turnvereine müssten mehr zusammenstehen“, fordert der ehemalige Ortsvorsteher mehr Solidarisierung. Vom Bürgermeister verlangt er zudem die Einberufung einer Bürgerversammlung.

Die hätte sich Karl-Heinz Thurm vom Rahmeder Turnverein schon vor dem Verkauf der Turnhalle Zum Hohle gewünscht. „Das war für uns eine Nacht-und-Nebel-Aktion“, ist Thurm erzürnt. Dabei sei die Halle vor wenigen Jahren noch mit Steuergeldern renoviert worden, ergänzt Thurm.

Den Vorsitzenden beschäftigt in diesen Tagen vor allem die Angst um das Fortbestehen des RTV. „Da gibt es aus unserer Sicht keinen vernünftigen Plan von der Stadt“, sagt Thurm und sucht weiter nach Hallenzeiten für die neun Gruppen des Turnvereins, die zuletzt die Halle nutzten. „Die Kinder aus der Rahmede fahren einfach nicht zum Sport in die Nette“, erteilt Thurm, der Verteilung der RTV-Gruppen in andere Altenaer Hallen fast eine Absage.

„Wir werden in diesem Stadtteil einfach stiefmütterlich behandelt“, betont Thurm. Auch er hofft, dass die Rahmeder jetzt wachgerüttelt werden. „Wir müssen uns hier solidarisieren.“ Konkrete Gespräche mit dem Nachbarverein TuS Mühlenrahmede, habe es aber noch nicht gegeben. Auch der könnte in naher Zukunft Probleme mit Hallenzeiten bekommen, prophezeien Thiele und Thurm gleichermaßen. Dabei beziehen sie sich auf die in fünf Jahren auslaufende Hauptschule.

von David Schröder

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