Rahmeder Vereine rücken zusammen

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Der Verkauf der Turnhalle Zum Hohle beraubte den Rahmeder TV seiner sportlichen Bleibe. ▪

ALTENA ▪ Hervorragende Gespräche seien es gewesen, sagt Karl-Heinz Thurm, Vorsitzender des Rahmeder Turnvereins mit Nachdruck. Nachdem die Stadt am 20. Dezember vergangenen Jahres bekanntgab, dass die Turnhalle Zum Hohle und damit das sportliche Zentrum des Vereins verkauft worden sei, suchte Thurm den Kontakt zum benachbarten TuS Mühlenrahmede. „Die Vereine in der Rahmede stehen zusammen“, war das abschließende Urteil des Sportvereinsvorsitzenden.

In Kürze erhalten alle Mitglieder des Rahmeder TV einen Brief über die neuen, teilweise auch alten, Trainingszeiten in der Turnhalle der Hauptschule Rahmede. „Da sind wir trotz alter Rivalität zusammengerückt“, freut sich Thurm über die gute Zusammenarbeit mit den Mühlenrahmedern. Eventuell könne dieses sogar noch vertieft werden, „aber da ist noch nichts spruchreif.“

Vor allem die Kindergruppen hätten bei den Gesprächen im Vordergrund gestanden. „Sie behalten sogar ihre Trainingszeiten“, freute sich der Vorsitzende. Dies sei auch im Hinblick auf den zertifizierten Bewegungskindergarten Am Stockey, bei dem der Turnverein beteiligt ist, wichtig gewesen. Vor allem hier seien die Zusammenkünfte aller Beteiligten der beiden Vereine sehr partnerschaftlich gewesen.

Trotzdem, so mahnte Thurm, schwebe auch über dieser Lösung ein „Damoklesschwert“. Damit bezog er sich auf das Auslaufen der Hauptschule und damit auch die ungewisse Situation dieser Turnhalle. „Doch haben wir hier mit zwei Vereinen vielleicht etwas mehr Gewicht“, hofft der Vorsitzende in einigen Jahren nicht erneut nach einer neuen Bleibe für seine Sportler zu suchen.

Das wichtigste Signal der Zusammenarbeit mit dem TuS Mühlenrahmede ist für Thurm aber, dass beide Vereine zusammengerückt seien. „Da musste der eine oder andere über seinen Schatten springen“, gab er zu.

Einige Details der Trainingszeiten müssten noch geklärt werden. Dann haben alle RTV-Gruppen eine neue Bleibe. „Ohne Beteiligung der Stadt“, betonte Thurm. Die habe er erst nach der Einigung mit den Mühlenrahmedern informiert. ▪ David Schröder

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