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Radweg Lenneroute: Ein Kilometer könnte mehrere Millionen kosten

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Von: Thomas Bender

Radfahrer Lenneroute
Der Radweg Lenneroute: Ein heiß und lange diskutiertes Projekt im Lennetal. Für die Wegeführung in Altena gibt‘s nun neue Pläne. © Arvid Müller

Die Lenneroute beschäftigt die Kommunen im Lennetal oft und seit langem. Für die geplante Strecke durch Altena gibt‘s nun neue Pläne. Ein spezieller Kilometer dieser Route könnte Millionen kosten.

Altena – Wie geht es weiter mit der Lenneroute? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung. Er hörte dazu einen Vortrag von Stadtplaner Roland Balkenhol, der mit einigen neuen Überlegungen überraschte.

Geplant ist, unterhalb des Stortels, wo der bereits vorhandene Radweg endet, eine Brücke über die Lenne zu schlagen und dann die Fahrradfahrer am anderen Ufer auf bereits vorhandenen Waldwegen zum Winkelsen zu führen. Dann geht es wieder über den Fluss und ein Stück an der B 236 entlang.

Schwebende Betonplatte über die Lenne für 2,5 Millionen Euro

Balkenhol schwebt vor, hier durch eine Verbreiterung der Trasse in Richtung Lenne den für einen Radweg nötigen Platz zu schaffen. Dazu müsste eine Überkragung, also eine quasi über dem Fluss schwebende Betonplatte, hergestellt werden. Kosten für kaum mehr als 100 Meter: 2,5 Millionen Euro. „Insgesamt geht es um Kosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Aber das ist eine Schätzung, die schon etwas älter ist“, sagte Balkenhol und meinte damit die gut einen Kilometer lange Strecke vom Winkelsen zum Langen Kamp.

An der Werdohler Straße in Altena ist Platz genug für einen Radweg auf jeder Seite der Fahrbahn. Allerdings fielen dann die Parkplätze vor den Häusern weg.
An der Werdohler Straße in Altena ist Platz genug für einen Radweg auf jeder Seite der Fahrbahn. Allerdings fielen dann die Parkplätze vor den Häusern weg. © Thomas Bender

Im Bereich der ehemaligen Arbeiterhäuser sei die Straße dann so breit, dass rechts und links noch Platz für ausreichend breite Fahrradspuren bleibe, meint Balkenhol und zeigte eine Zeichnung, die bei den Anwohnern nicht unbedingt auf Begeisterung stoßen dürfte, weil die Parkplätze direkt vor den Häusern wegfallen würden. Deren Bewohner müssten dann auf der anderen Straßenseite auf dem Gelände der ehemaligen Firma Bierbach parken. Um dorthin zu gelangen, müssten sie zwei Radspuren und die viel befahrene Bundesstraße überqueren.

Über den Hundestrand durch die Stadt

Bisher war geplant, den Radweg über die Steinerne Brücke und dann am Ufer entlang in Richtung Bahnhof zu führen. Eine Idee, von der Balkenhol sich inzwischen verabschiedet hat. Ihm schwebt jetzt vor, die Lenneroute etwa in Höhe des Schießstandes der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft auf den neuen „Hundestrand“ abbiegen zu lassen.

Die steile Rampe am Pegelhäuschen müsste ein wenig entschärft werden, damit es am Ende dieses Abschnittes auch diejenigen zur Lenneuferstraße schaffen, die ohne elektrischen Antrieb unterwegs sind.

Route über die neue Brücke

Auf der Lenneuferstraße seien bei Tempo 30 keine besonderen Maßnahmen zum Schutz der Fahrradfahrer erforderlich, sagte Balkenhol auf Nachfrage von Cornelia Langenbruch von den Grünen. Am Markaner soll es dann über die neue Brücke und dann durch den Lennepark gehen.

Für den weiteren Verlauf in Richtung Nachrodt gebe es zwei Möglichkeiten, erklärte Balkenhol den Politikern. Entweder bleibe man bei der bisherigen Route, die über den Knerling und Opperhusen nach Einsal führt und einige Steigungen beinhaltet. Denkbar sei aber auch eine Linienführung in Richtung Pragpaul und dann an der Kläranlage zum Eisenbahnviadukt, an das man eine Brücke für die Fahrradfahrer anhängen könne. Dann stieße man in Höhe der Firma Nielsen auf die B 236, die dort so breit sei, dass man an deren Rändern Fahrradwege anlegen könne.

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