Benefizaktion zum Spendensammeln

Quer durch Deutschland: Junge Altenaer radeln für Flutopfer

Am Start: Tobias Frigger (links) und Johannes Claßen aus Altena starteten die Radtour am Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien. Ab dort waren 1785 Kilometer zu bewältigen.
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Am Start: Tobias Frigger (links) und Johannes Claßen aus Altena starteten die Radtour am Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien. Ab dort waren 1785 Kilometer zu bewältigen.

Quer durch Deutschland radeln Tobias Frigger und Johannes Claßen aus Altena. Eigentlich geplant nur zum Spaß, nun aber für den guten Zweck. Für jeden gefahrenen Kilometer wollen sie Spenden sammeln für die Flutopfer in ihrer Heimat.

Altena – Bis zum 14. August fahren Tobias Frigger (24) und Johannes Claßen (23) mit dem Fahrrad entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Startpunkt war das Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien. Von da geht es nach Travemünde und dann entlang der Ostsee bis zur deutsch-polnischen Grenze auf Usedom. Insgesamt stehen stolze 1785 Kilometer an, die zu bewältigen sind.

„Weil wir beide aus Altena kommen und dort gemeinsam zur Schule gegangen sind, haben wir nach dem Unwetter vom 14. Juli beschlossen, aus unserer schon länger geplanten Radtour eine Spendenaktion für Hochwassergeschädigte aus unserer Heimatstadt zu machen“, berichtet Claßen. „Wir möchten pro gefahrenen Kilometer einen Euro als Spende sammeln. Und weil wir ja beide die 1785 Kilometer fahren, sollen am Ende möglichst 3570 Euro zusammenkommen.“

Geld für zwei stark betroffene Familien in Altena

Davon sind die beiden Radler übrigens gar nicht mehr weit entfernt. Aus kleineren Spenden allein sind schon 1600 Euro zusammengekommen. Auch der Borussia-Dortmund-Fanclub „Bördemalocher“, dessen Vorsitzender der frühere Altenaer Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier ist, hat in den Vereinsreihen gesammelt und die stattliche Summe von 600 Euro für die Aktion der beiden Altenaer dazugelegt. Die beiden Radtouristen sammeln das Geld nämlich über einen Paypal Moneypool, über den jeder Spendenwillige die beiden bei ihrer Aktion unterstützen kann.

Das erradelte Geld ist bestimmt für zwei Familien, denen Johannes Claßen beim Ausräumen ihrer Häuser in der Nette und am Grennigloher Weg geholfen hat – „und die nicht wissen, wie sie alles wieder aufbauen sollen“, wie der junge Altenaer von unterwegs berichtet. Die Bewohner und Firmen in der Nette hat die Flut schwer getroffen. Und am Grennigloher Weg bahnten sich Wassermassen, dann eine Gerölllawine Bahn. Viele Anwohner verloren alles.

Das große Aufräumen in Altena Teil 2

Das große Aufräumen nach dem verheerenden Hochwasser in Altena geht weiter.
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Längste Etappe über 205 Kilometer

Claßen tritt in die Fußstapfen seines Vaters, Pfarrer a. D. Dieter Claßen, und studiert Theologie. Sein Freund Tobias Frigger ist tätig bei der Firma Hoesch in Hohenlimburg und absolviert ein duales Studium im Maschinenbau. Claßen schreibt in einem kurzen Update von unterwegs: „Wir sind bereits kurz hinter Lauenburg an der Elbe und hoffen morgen bis nach Travemünde zu kommen. Und wir haben unsere längste Etappe von 205 Kilometern gemeistert. Bisher sind wir schon 1057,86 Kilometer gefahren. Die kürzeste Etappe belief sich auf rund 70 Kilometer. Dafür war sie aber auch sehr steil.“

Knapp 2200 Euro Spenden zusammen

Auch Sehenswürdigkeiten ließen sich die beiden nicht entgehen. „Am Donnerstag waren wir oben auf dem Brocken.“ Stand Sonntag Abend hatten die beiden schon knapp 2200 Euro an Spenden gesammelt. Die Altenaer machen die Erfahrung, dass sie unterwegs häufig angesprochen werden und auf große Hilfsbereitschaft stoßen. „Kürzlich waren wir in einem Supermarkt einkaufen. Da hat sich die Kassiererin spontan bereit erklärt, uns zu unterstützen und den QR-Code auszuhängen.“ Johannes Claßen ist optimistisch: „Ich glaube, dass wir unser Spendenziel erreichen werden.“

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