Qualitäts-Draht von Lüling ist in Russland begehrt

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Christian von der Crone und Marc Haufer vertraten Lüling-Draht in Russland auf der wire.

ALTENA In Zukunft sollen vermehrt Lkw mit Paletten voller Drahtrollen vom Unternehmen Lüling aus der Kleffstraße 1 in Altena Richtung Russland rollen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, wie Christian von der Crone und Marc Haufer im Gespräch sagten.

Beide vertraten das Traditionsunternehmen kürzlich auf der wire russia – der Fachmesse für Draht im Riesenreich von Wladimir Putin. Bereits das fünfte Mal zeigte Lüling dabei in Moskau „Flagge“ – dieses Mal gab es sogar extra in kyrillischer Schrift gedruckte Prospekte der Firma und auch die Messepräsentation war nicht nur in englischer Sprache gehalten.

Russland setze auf Qualität, so die Erfahrung von Geschäftsführer von der Crone. Da mache es durchaus Sinn, dass die Lkw aus dem Sauerland mitunter mehr als 1 800 Kilometer Wegstrecke zurücklegten.

Lüling unterhält in Russland seit fünf Jahren eine eigene Auslandsvertretung – wie übrigens in neun weiteren Staaten Europas. Angesichts einer Exportquote von mehr als 50 Prozent ein absolutes Muss, wie Marketing-Leiter Marc Haufer betont.

Automotive, also Schrauben, Verbindungselemente, Starter-Ritzel und vieles mehr wird in Russland meist von den großen international operierenden Automobilherstellern in eigenen Werken vor Ort eingebaut. „Unsere russischen Kunden haben dabei mit unseren qualitativ sehr hochwertigen Kaltstauchdrähten die Erfahrung gemacht, dass die Ausschussquote beim Durchlaufen der Pressen gegen Null tendieren. Wir setzen auf Qualität und erfüllen damit genau die Anforderungen, die auch alle führenden Automobilhersteller einfordern“, sagt Christian von der Crone.

In Russland müsse man, um Geschäfte zu machen, „erst den Menschen gewinnen. Dann läuft es“. Und längst gälten auch im Riesenreich neben eigenen Qualitäts- und Zertifizierungsnormen „durchweg europäische Standards“, sagen die Lüling-Manager.

In Moskau trafen die beiden Männer, die von der fest bei Lüling angestellten Ingenieurin Olena Kuznetsova begleitet wurden, „alle Kunden, die wir beliefern. Wir mussten nicht durch das Land reisen. Die wire russia hat einen so hohen Stellenwert, dass alle Firmen aus diesem Segment kommen und sich umsehen.“

Kundenpflege, aber auch Kundengewinnung, waren für den Messebesuch geplant. „Wir sind sehr zufrieden“, so das Duo. Was jetzt letztlich wirklich konkret an neuen Geschäftsabschlüssen folge, wisse man nicht. „Der russische Markt ist jedoch für Lüling eine große Herausforderung und eine Chance für die Zukunft.“

von Johannes Bonnekoh

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