Qualität hat Priorität: Wohlfahrtsverbände laden Politiker zur Diskussion

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Von links: Angela Freimuth (FDP-MdL), Detlef Köpke (FDP), Manuel Huff (Die Linke) und Thorsten Schick (CDU-MdL) nahmen unter anderem am sozialpolitischen Frühstück der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im MK teil.

Altena - „Wir wollen die Probleme heute nicht lösen, wir wollen sie aber aufzeigen“, sagte Horst Löwenberg, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Märkischen Kreis (AGW) am Dienstag beim sozialpolitischen Frühstück in der Burg Holtzbrinck.

Die AGW hatte Vertreter aus Politik und Verbänden eingeladen, um hinsichtlich der Landtagswahl am 14. Mai für sie relevante Themen zu erläutern und mit den Politikern der drei Wahlkreise des MK zu diskutieren. 

Mit dabei waren für den Wahlkreis Märkischer Kreis III – die Gemeinden Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl umfassend – SPD-Landtagsabgeordneter Michael Scheffler, CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick, Oliver Held, Die Grünen, Detlef Köpke von der FDP und Manuel Huff von der Partei Die Linke. 

Positionen beziehen

Vorrangig ging es um frühkindliche Bildung – Schwerpunkt Kindertagesstätten –, Pflege- und Gesundheitsversorgung sowie um die Rahmenbedingungen der pflegerischen Versorgung. Festgelegt wurden diese auf Landesebene. 

„Uns geht es jetzt darum, Position zu den Themen zu beziehen und sie den Politikern mitzugeben“, sagte Sprecher Löwenberg, der als Geschäftsführer für den Verband Der Paritätische im MK tätig ist. „Wir wollen Einfluss nehmen und auf die Probleme und Ideen aufmerksam machen.“ 

Unterfinanzierung der Kindertagesbetreuung

Teil des von der Freien Wohlfahrtspflege NRW geschnürten Problempakets: Die Unterfinanzierung der Kindertagesbetreuung und daraus resultierenden Probleme für Kitas sowie die Familien selbst. 

Ungleiches müsse ungleich finanziert werden, so die Aussage des Referenten Martin Künstler von der Paritätischen NRW. Damit sprach er vor allem die Frage nach der Finanzierung von Kitas an und wie alle Familien die Beiträge künftig leisten könnten. 

Michael Scheffler (rechts, SPD-MdL) und Reinhard Strüwe von der Awo, diskutierten mitunter über frühkindliche Bildung.

Unterschiedlich waren die Meinungen der Parteien-Vertreter zu diesem Thema: „Wir sagen ja nicht: ,Qualität ist uns egal, Hauptsache es sind alle Kinder drin‘“, bekräftigte Manuel Huff (Linke) das Ziel seiner Partei, einen Anspruch auf ganztägige frühkindliche Betreuung aller Kinder zu schaffen. 

Beitragsfreiheit sei ein mittelfristig anzustrebendes Ziel, sagte Angela Freimuth, FDP-Landtagsabgeordnete. Doch wann derartige Ziele tatsächlich umgesetzt werden könnten, sei fraglich. 

Michael Scheffler (SPD-MdL): „Die Qualität darf nicht auf der Strecke bleiben.“ Darin waren sich alle einig. „Es gibt eine ganze Menge Baustellen, die kann man nur gemeinsam wuppen“, ergänzte Scheffler. 

Referent Künstler betonte: „Es geht um die Sicherung der Struktur – um Qualität und eine belastbare Finanzierung.“

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