Bernadette geht es heute super

Der Baum vom armenischen Weihnachtsfest stand noch, als Eva Pungel ihre Bernadette in die Arme schloss.

Altena – Wiedersehen mit Bernadette Salama: Eva Pungel aus Dahle ist vor ein paar Tagen aus Jerusalem zurückgekehrt, wo sie ihren Schützling nach langer Zeit mal wieder in die Arme schließen konnte. Die junge Frau hatte sich 2014 in Deutschland einer komplizierten Operation unterzogen und war in der Vor- und Nachsorge von Eva Pungel in Dahle betreut worden.

Vielen Altenaern war ein Stein vom Herzen gefallen, als Bernadettes vollständige Genesung vermeldet werden konnte. Die junge Frau aus dem Kinderheim in Jerusalem hatte eine Hüftpfannenfehlbildung, die in ihrer Heimat nicht behandelt werden konnte. Eva Pungel hatte den Teenager während einer ihrer Volontariatsaufenthalte in Jerusalem kennengelernt und nahm sich ihm an. 2015 war Bernadette gesundheitlich wiederhergestellt. Sie liebäugelte damals mit einer Ausbildung zur Köchin. „Aber es war nicht ihr Beruf“, erklärt Eva Pungel, die vor wenigen Tagen eine durchweg glückliche Bernadette antraf, die nun eine Ausbildung zur Kosmetikerin macht. „Sie fühlt sich gut, sieht super aus. Ich hab mich so gefreut, sie wohlbehalten wiederzusehen“, schildert Eva Pungel. Grund ihres Besuchs in Israel war aber die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Ruth Achlama in der Deutschen Botschaft. „Ruth ist eine Freundin von mir. Und wenn so eine Auszeichnung nicht mal ein Anlass ist, wieder rüberzufliegen!“ Achlama ist Übersetzerin und hat viele Bücher aus dem Hebräischen ins Deutsche übertragen, darunter unzählige Werke des jüngst verstorbenen Schriftstellers Amos Oz. Ruth Achlama hat durch ihre präzisen Übertragungen einen großen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet, was durch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande gewürdigt wurde. Eva Pungel nutzte ihren Aufenthalt auch für einen Besuch des Kinderheims auf dem Ölberg, in dem sie einst Bernadette kennengelernt hatte. Und natürlich durfte ein Besuch im Café Auguste Victoria nicht fehlen, wo 2011 Eva Pungels Karriere als Senior-Volunteer begonnen hatte. „Das betreibt heute eine junge Familie als Auszeit-Projekt. Ich bin da natürlich hin und habe mir das angesehen. Dann fiel mir auf, dass dort immer noch mein Käsekuchen serviert wird“, schildert Eva Pungel lachend. Das wollten die neuen Betreiber ihr nicht glauben, woraufhin sie sich das Rezeptbuch vom Café geben ließ. Da stand sie schwarz auf weiß, die Zutatenliste für den echten Dahler Käsekuchen, der eine Spezialität in Jerusalem ist.

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