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Public Viewing: Wenig Resonanz in Schützenhalle und Kneipe

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Von: Thomas Bender

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Viele Stühle blieben leer: Das Public Viewing in der Schützenhalle Dahle lockte nur ein gutes Dutzend Fans.
Viele Stühle blieben leer: Das Public Viewing in der Schützenhalle Dahle lockte nur ein gutes Dutzend Fans.  © Bender, Thomas

Sowohl in der Dahler Schützenhalle als auch im Café Ko schauten nur wenige Fans das Deutschland-Spiel gegen Japan.

Altena – Gemein sam Fußball gucken – das stieß am Mittwoch beim ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft auf eher geringes Interesse. Sowohl in der Dahler Schützenhalle als auch im Café Ko sah man den ungünstigen Termin („um 14 Uhr müssen die meisten arbeiten“) und den eher unspannenden Gegner (die Flick-Elf spielte gegen Japan) als mögliche Erklärung an. Allerdings habe er Ende November, Anfang Dezember „eher wenig Lust auf Fußball“, sagte Joachim Protzer, der das Spiel aber trotzdem in der Dahler Schützenhalle verfolgte.

Dort will der Schützenverein jedes WM-Spiel mit deutscher Beteiligung zeigen – das einzige echte Public Viewing weit und breit. Am Mittwoch dürften die Kosten für das Aufheizen der Halle den Gewinn aus dem Verkauf von Bier und Bratwurst deutlich übertroffen haben. Kaum mehr als ein Dutzend Zuschauer hatten den Weg zu en Schützen gefunden. „Am Sonntag wird das besser“, hofft Friedrich-Wilhelm Appelhans, der sich um den Wertmarkenverkauf kümmerte. Dann spielt die deutsche Mannschaft gegen Spanien, Anstoß ist abends um 20 Uhr.

Darauf hofft auch Dimitrios Apostolidis, der Wirt des Café Ko am Markaner. Dort wird Fußball schon immer groß geschrieben, die Spiele werden auf gleich drei Großbildschirmen gezeigt. Einer hätte gereicht – auch ins Café Ko hatten sich zum deutschen WM-Auftakt nur zwei, drei Handvoll Fans verirrt. „Wenn wir im Endspiel stehen, ist es hier rappelvoll“, prophezeite Kai Finkernagel.

Der war sich übrigens mit den meisten anderen darüber einig, dass der DFB bei der Debatte um die One Love-Armbinde deutlich zu wenig Rückgrat gezeigt habe: Binde tragen, Gelb riskieren und dann geschlossen vom Platz gehen – das wäre nach Ansicht vieler Fans die einzig richtige Reaktion gewesen.

Blick ins Café Ko: Auch dorthin hatten sich beim Auftaktspiel der deutschen Mannschaft nur wenige Fans verirrt.
Blick ins Café Ko: Auch dorthin hatten sich beim Auftaktspiel der deutschen Mannschaft nur wenige Fans verirrt. © Bender, Thomas

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