Kriminalstatistik für 2018 veröffentlicht

Weniger Straftaten als 2017: So sicher lebt es sich in Altena

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Die Sprengung eines Geldautomaten war 2018 die spektakulärste Straftat.

Altena – In Altena wurden im vergangenen Jahr 820 Straftaten angezeigt. Das waren 203 weniger als 2017. Der Rückgang beträgt knapp 20 Prozent, was deutlich über dem Landestrend und dem im Märkischen Kreis liegt.

Die sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl wird mit 4762 angegeben. Darunter versteht man die Anzahl von Straftaten pro 100 000 Einwohner. Auf Landesebene liegt dieser Wert bei 7160 und auf Kreisebene bei 5179. Die höchste Kriminalitätshäufigkeitszahl im Kreis hat Lüdenscheid (7389), das Schlusslicht bildet Nachrodt mit 2184. 

187 Diebstähle Besonders häufig werden Diebstähle angezeigt – 187 waren es im vergangenen Jahr. Das bedeutet gegenüber den Vorjahren einen deutlichen Rückgang: 2017 wurden noch 262 Diebstähle angezeigt, 2016 waren es 292. Nach 46 Wohnungseinbrüchen im Jahr 2017 gab es 2018 nur noch 27. Nach den 187 Diebstählen folgt die sogenannte Straßenkriminalität auf Rang zwei. 

Darunter fallen Fahrraddiebstähle genauso wie Automatenaufbrüche und Handtaschenraube. Damit dürfte auch die Sprengung des Geldautomaten in der Sparkassenzweigstelle Knerling als spektakulärste Straftat des Jahres 2018 in diese Kategorie fallen. Keine Tötungsdelikte Vermögens- und Fälschungsdelikte rangieren mit 136 Fällen auf Rang drei der Statistik. 132 Körperverletzungen wurden angezeigt, das waren 23 weniger als 2017. 

Aufklärungsquote sinkt

Die Zahl der schweren beziehungsweise gefährlichen Körperverletzzungen blieb mit 34 unverändert. Etwa 90 Prozent dieser Straftaten werden aufgeklärt. Erfreulich: Es gab 2018 keine Straftaten gegen das Leben und keine Raubüberfälle. Weil „Grapschen“ seit 2018 nicht mehr als Beleidigung, sondern als Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung bewertet wird, steigt die Zahl der Sexualdelikte landesweit an – aber nicht in Altena. 

Hier wurden neun Fälle (zwei weniger als 2017) angezeigt, darunter zwei besonders schwere Fälle und ein sexueller Missbrauch eines Kindes. Weniger Fälle gelöst Weniger erfreulich ist, dass die Aufklärungsquote sinkt. 2017 wurden 61,6 Prozent der Fälle gelöst, 2018 waren es nur noch 59,4 Prozent. 

Hohe Aufklärungsquoten zwischen 80 und 100 Prozent gab es bei Sexualdelikten, Körperverletzungen und an den Formen der Gewaltkriminalität. Dafür wurden von 27 Wohnungsaufbrüchen nur zwei aufgeklärt, was einer Quote von 7,4 Prozent entspricht.

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