Winterspektakulum Burg Altena

30 Prozent weniger Besucher beim „Winterspektakulum“ auf der Burg

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Passen Folkrockbands wie „Donner und Doria“ in die eher besinnliche Adventszeit? Der Kreis suche immer auch nach Alleinstellungsmerkmalen für die Veranstaltung, sagte gestern Detlef Krüger.

Altena - Nur scheinbar frohe Kunde verkündete die Kreisverwaltung: In Scharen seien die Menschen zum „Winterspektakulum“ geströmt, heißt es in einer Mitteilung. Von über 6500 Besuchern ist darin die Rede. Das bedeutet allerdings auch: Die Resonanz auf diese Veranstaltung ist deutlich zurückgegangen.

Im vergangenen Jahr besuchten nämlich fast 10 000 Menschen das vom Kreis getragene Spektakulum. 

Ein Rückgang um rund ein Drittel also – Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur- und Tourismus beim Märkischen Kreis und damit für das Programm auf der Burg verantwortlich, ist trotzdem zufrieden: 2017 habe die Resonanz auf dem Level der Jahre 2014 und 2015 gelegen, 2016 sei die Zahl der Besucher extrem hoch gewesen – „und das war dann zu den Stoßzeiten nicht mehr wirklich schön“, erinnert er sich. 

Weihnachtsmärkte in Dahle und auf  der Burg

Zeitweise hätten sich lange Kassen gebildet. Krüger: „Wir mussten die Leute schon vor der Burg bespaßen, um sie bei Laune zu halten“. Der Fachbereichsleiter wies gestern auch darauf hin, das in diesem Jahr die Adventszeit sehr kurz sei und die Veranstaltungen sich dementsprechend drängten. So hätten zeitgleich mit dem Winterspektakulum am Schloss Hohenlimburg und in der Lüdenscheider Altstadt stilvolle Weihnachtsmärkte stattgefunden. 

Folkrock statt weihnachtlicher Weisen 

Wobei: Ein klassischer Weihnachtsmarkt will die Veranstaltung auf der Burg gar nicht sein. „Wir versuchen ganz bewusst, uns da etwas abzuheben“, erklärt Krüger. Deshalb werden zum Beispiel keine weihnachtlichen Weisen geflötet, stattdessen gibt es Folkrock – so erreiche das Winterspektakulum andere Zielgruppen als ein klassischer Weihnachtsmarkt. 

Detlef Krüger ist für das Programm auf der Burg verantwortlich.

Über das Programm werde jedes Jahr neu nachgedacht: Krüger: „2018 kann das wieder ganz anders sein, vielleicht mit eher sphärischer Musik“. Auch wenn es „nur“ 6500 waren: Die Besucher der Veranstaltung belebten sichtbar die Innenstadt. Nur: Da war nichts. Die meisten Einzelhändler schlossen am Samstag gegen Mittag ihre Türen zu. 

Ihren verkaufsoffenen Sonntag (es darf in der Adventszeit nur einen geben) haben sie am kommenden Wochenende, weil dann der der Weihnachtsmarkt des Altenaer Stadtmarketings stattfindet. Grundsätzlich begrüße der Kreis es natürlich, wenn Veranstaltungen auf der Burg von einem Programm in der Stadt begleitet würden, sagt Krüger dazu. 

Deshalb würden die Termine ja auch immer mit viel Vorlauf mitgeteilt, sodass das Stadtmarketing seinen Weihnachtsmarkt für das Spektakulum-Wochenende planen könne.

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