Mehr Unfälle im Altenaer Stadtgebiet

Altena - Einen Anstieg um 70,4 Prozent verzeichnete die Polizei im Jahr 2017 bei Verkehrsunfällen mit leichtverletzten Personen in Altena. Auch die Anzahl schwerwiegender Verkehrsunfälle mit Sachschaden ist um 57,1 Prozent gestiegen. Gesunken sind - erfreulicherweise - die Unfälle mit schwerverletzten Personen. Getötet wurde im vergangenen Jahr niemand als Verkehrsteilnehmer.

Geschwindigkeitsdelikte und Fehler beim Abbiegen und Wenden führen die Unfallursachenstatistik an. Mit 735 Unfällen auf Altenaer Gebiet ist ein Anstieg von 10,4 Prozent im Vorjahresvergleich zu verzeichnen. 2016 waren noch 666 Unfälle passiert.

Insgesamt rückten die Beamten 2017 zu mehr Unfällen mit Kindern aus. 13 Kinder waren an zwölf Unfällen beteiligt, während 2016 nur vier betroffen waren. Zwei Schulwegunfälle wurden aufgenommen, davon hatte es 2016 keine gegeben.

Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren waren 2017 nicht so häufig beteiligt, wie noch 2016: Die Polizei betreute sechs Verletzte, im Vorjahr zehn. Das Alterssegment „Junge Erwachsene“ wird besonders beleuchtet: Unter den Unfallverletzten waren diesmal zwölf 18- bis 24-Jährige - einer weniger, als im Vorjahr.

Auch die Seniorenbeteiligung bei Unfällen ist gesunken: Die Wache Altena rückte zu 28 Unfällen mit 31 Verkehrsteilnehmern aus, die 65 Jahre und älter waren. Acht von ihnen (im Vorjahr sechs) wurden verletzt.

In zehn Unfälle wurden Kradfahrer verwickelt, die Anzahl Schwerverletzter ist um vier auf zwei gesunken,

Verletzt wurden in Altena insgesamt 71 Personen im Straßenverkehr. Drei Opfern wurde dabei nicht vom Verursacher geholfen, sie waren betroffen von den insgesamt 132 Unfallfluchten in Altena. Die Aufklärungsquote für diese Delikte lag bei 34,85 Prozent und ist um sechs Prozentpunkte gesunken.

Kreisweit ist die Anzahl der Verkehrsunfälle um 1,8 Prozent auf 14 845 gestiegen. Die Kreispolizeibehörde betont in ihrer Jahresstatistik die Vermeidbarkeit von Unfällen und ergänzt, welche hohe Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit in der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung zukommen muss.

Wahrgenommen wird auch die Gefahr, die vom Smartphone am Steuer ausgeht: „Die Nutzung elektronischer Geräte im Fahrzeug entspricht der Wirkung von 0,8 Promille Blutalkoholgehalt“, erklären die Beamten. Auch die Bekämpfung der zahlreichen Kradunfälle bleibe zentrales Handlungsfeld polizeilicher Maßnahmen.

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