„70 Prozent der Aussagen sind falsch“

Wilfried Bracht diskutiert auf dem Altenaer Wochenmarkt über den burgaufzug.

ALTENA ▪ Der Burgaufzug und das Sammeln von Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen das Regionale-Projekt sind das Top-Thema auf der Straße, an der Supermarktkasse, in Gaststätten und natürlich auch im Internet. Auf den Seiten des Märkischen Zeitungsverlages kommentieren die Nutzer den Artikel „Zahlen sind Schall und Rauch“, der gestern im AK erschienen ist, sehr häufig und heftig.

Viele zweifeln daran, dass Wilfried Bracht und Michael Busch von der Bürgerinitiative Altena innovativ die Bürger richtig informieren. User „Brrrrr“ fragt: „Die ältere Frau, die in dem Artikel erwähnt wird, will das Geld für etwas anderes verwandt haben. Hat Herr Bracht sie darüber informiert, dass dies nicht geht?“ Darauf antwortet „der Richter“: „Nein, er hat ganz vielen Leuten genau das Gegenteil gesagt!“

Petra W. schreibt: „Jetzt bin ich aber etwas erschrocken. Ich habe heute Mittag meine Unterschrift abgegeben. (...) Mir wurde erläutert, dass ich gegen den Aufzug und somit für sinnvollere Projekte stimmen würde. Zum Beispiel für Kindergärten und Schulen. Dafür würde Herr Bracht als ehemaliger Lehrer schon sorgen. (...)“ Der Kommentator „der Richter“ ergänzt: „Genau so war es, er hat die Leute ganz deutlich angelogen, einer Frau hat er gesagt, wenn sie für den Aufzug ist, möge sie bitte unterschreiben, das wäre die Liste für den Aufzug!“

Die Redaktion konfrontierte Wilfried Bracht gestern mit diesen Kommentaren: „So etwas habe ich nicht gesagt. Nie im Leben“, lautete seine Reaktion. Und Michael Busch ist überzeugt: „70 Prozent der im Internet getroffenen Aussagen sind falsch.“ Belegen könne er das nicht, das sei ein Bauchgefühl.

Wilfried Bracht hält einige Kommentare für regelrecht grenzwertig, fast schon für „Fälle für die Staatsanwaltschaft“. Er überlegt, ob er das Ganze nicht von einem Medienanwalt überprüfen lässt. ▪ Von Ilka Kremer

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