Projektantrag und kritische Fragen

ALTENA ▪ Die Gruppe „Altena innovativ“ um den ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Bracht hat ihre Ankündigung wahr gemacht und einen eigenen Regionale-Antrag gestellt. Andre Dünnebecke, der Pressesprecher der federführenden Südwestfalenagentur, bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens.

„Wir gehen damit um wie mit jedem anderen Antrag auch“, sagte Dünnebacke. Das bedeute, dass es zunächst eine interne Prüfung gebe. Dabei werde untersucht, ob die Regionale-Kriterien erfüllt würden. Dazu werde unter Umständen auch das Gespräch mit dem Projektträger – also der Bracht-Gruppe – gesucht.

Sehe die Südwestfalenagentur eine Chance für den Antrag, stehe als nächstes ein Gespräch mit der Bezirksregierung an, erläuterte Dünnebacke weiter. Erst wenn die die Idee für förderfähig halte, werde der Projektvorschlag in die Gremien der Regionale gegeben, dabei gehe es dann auch um die Vergabe der Sterne.

Altena-innovativ bezeichnet seinen Entwurf als „Konzeptvorschlag zur innovativen und zukunftsweisenden Fortentwicklung der Stadt Altena“. Vorgeschlagen werden der Nachbau des Iserlohner Tores am Markaner und ein neuer Stadtzugang am Langen Kamp mit einer Lichtbrücke über die Zufahrt zum Toom-Parkhaus. Das Übergangswohnheim an der Lennestraße und das ehemalige Möbelhaus Hinne sollen abgebrochen und der dahinter liegende Stollen erweitert werden, damit ein so genanntes Krämerdorf mit überdachte Felsenkeller geschaffen werden kann. Außerdem beinhaltet der Projektantrag einen Pendelverkehr mit Kleinbussen zur Burg. Diese müsse „inszeniert werden“ und „Eventcharakter“ bekommen, fordert die Gruppe abschließend.

Dem Antrag liegt noch immer keine Aufstellung über die zu erwartenden Kosten bei, auch über die zu erwartenden Effekte gibt es keine Angaben – was auch in diesem Stadium noch nicht erforderlich sei, wie Dünnebacke betont. Fragen der Finanzierbarkeit könnten und müssten im weiteren Verfahren geklärt werden.

Altena-innovativ hat zeitgleich in einer „Mängelliste“ aus seiner Sicht noch offene Fragen zum Burgaufzug gestellt. Unter anderem will die Gruppe wissen, welche Bohrtechnik zum Bau des Aufzugsschachtes eingesetzt werden soll, ob das Bergamt eingeschaltet werden muss und ob eine Genehmigung durch die Polizeibehörde vorliegt. Die Aufzugsgegner vermissen auch Aussagen zur Haftung bei Sach- und Personenschäden, zur Akzeptanz des Aufzugs in der Bevölkerung, zur maximalen Besucherzahl der Burg und zur Leitungsfähigkeit des Burgrestaurants. ▪ ben.-

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