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Projekt über 15 Wochen: Künstler spaziert durch Altena

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„Das ist für mich typisch Sauerland“, sagt Antek zu diesem Landschaftsbild mit Gewässer, viel Grün und blauem Himmel. Für das hat er sich bei einem Spaziergang an der Fuelbecker Talsperre inspirieren lassen.
„Das ist für mich typisch Sauerland“, sagt Antek zu diesem Landschaftsbild mit Gewässer, viel Grün und blauem Himmel. Für das hat er sich bei einem Spaziergang an der Fuelbecker Talsperre inspirieren lassen. © Wiechowski, Jona

Über einen Zeitraum von 15 Wochen erstreckt sich das neueste Projekt von Künstler Antek. Erste Ergebnisse gibt es schon jetzt.

Altena – „Das ist für mich typisch Sauerland“, sagt Antek und malt an einem großformatigen Landschaftsbild mit viel Grün und Blau. Inspirieren lassen hat er sich dafür an der Fuelbecker Talsperre bei einer Tour im Rahmen seines neuesten Projekts. „Spaziergänge des Künstlers“, heißt es und wird durch ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstler vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Antek hat sich vorgenommen, über einen Zeitraum von 15 Wochen durch Altena zu gehen. Ausgestattet mit Staffelei, Pinsel, Farben und Kamera macht er sich da auf die Suche nach den schönsten Motiven. Das könne vieles sein, wie er erzählt. „Eine Landschaft und alles, was mir so begegnet – auch beim Einkaufen.“ Die Voraussetzung: Alles soll irgendwie mit Altena zu tun haben. Infrage kommen dafür auch die Bewohner der Stadt. „Es gibt schon ziemlich pfiffige Persönlichkeiten in Altena“, sagt er. Nicht fehlen darf dabei natürlich die Burg Altena als Wahrzeichen der Stadt. Die hat er für seine Postkarten-Serie schon mit neuen Farben gemalt.

Zu sehen bekommen können die Altenaer die Werke teilweise schon jetzt. Denn einmal pro Woche werden die Schaufenster seines Ateliers an der Kirchstraße 30 mit frischen Arbeiten bestückt. Und: „Als Endresultat wird mein Atelier für vier Wochen als Galerie auf drei Etagen umfunktioniert, um die entstandenen Werke als sichtbares Ergebnis des Projekts zu präsentieren.“ Los geht die Ausstellung am Samstag und Sonntag, 17. und 18. September. Gespräche und Führungen sollen die Menschen zu einem intensiveren Dialog anregen, erzählt er. Dabei helfen werde ein Gesprächsstuhl, der vor seinem Atelier als Einladung zum Gedankenaustausch aufgestellt werde.

Nicht fehlen darf bei seinem Projekt über die Stadt Altena natürlich die Burg Altena. So hat er ganz neue Postkarten mit Burg-Motiv entworfen.
Nicht fehlen darf bei seinem Projekt über die Stadt Altena natürlich die Burg Altena. So hat er ganz neue Postkarten mit Burg-Motiv entworfen. © Wiechowski, Jona

Verbunden werden soll diese Ausstellung auch mit einem Trödel. Gläser, Bücher und mehr sollen Interessierte dann kaufen können. Denn: „Ich habe mir vorgenommen, Altena in vier Jahren zu verlassen“, sagt er. Wobei, richtig fest stehe das nicht. Er wolle dahin, wo es ihm guttue; er suche nach etwas Altem, vielleicht nach einer Scheune, auf jeden Fall mit Grundstück drumherum, nicht zu groß und ruhig gelegen. „Ich möchte meine Ruhe haben – denn nur dann wird man kreativ“, sagt er. „Eigentlich ist es egal, wo das ist – es spricht nichts dagegen, in Altena zu bleiben.“ Dort möchte er sich auch den Traum eines Glasateliers erfüllen – auch dafür wolle er damit beginnen, Teile seiner Einrichtung zu veräußern.

Doch jetzt geht es erst einmal mit dem Projekt weiter, das vor wenigen Wochen bereits gestartet ist. „Ich bin überglücklich“, sagt er über das Stipendium. Denn es werde von Jahr zu Jahr schwerer, als Künstler zu überleben. „Die wirtschaftliche Krise ist nicht lustig“, sagt er mit Blick auf die aktuelle Situation. Eigentlich laufe das Stipendium in einem Zeitraum von Januar bis Juni ab. Da er sich später beworben habe, werde der Zeitraum etwas nach hinten verlängert.

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