Instrumenten-Schnäppchen aus Beständen der NVA

Thorsten Goslar mit einer der Fanfaren aus dem Internet.

Altena -  In der vergangenen Woche fand die erste Probe für das Projekt „Burgfanfaren“ statt – „mit so viel Resonanz habe ich nicht gerechnet“, freute sich Mitorganisator Kai Finkernagel. Thorsten Goslar, der sich um die musikalische Leitung kümmern wird, hatte die vier Ensemble angeschrieben, die sich in Altena der Blasmusik verschrieben haben. Alle machen mit, sodass Goslar insgesamt 15 Musiker begrüßen konnte.

Da nicht alle Musiker beim Mittelalterfest (dann soll der erste Auftritt sein) verfügbar sind, wird in zwei Gruppen geprobt. Dann stehen auch genug Instrumente zur Verfügung: Zehn Fanfaren hat Goslar gebraucht gekauft – er vermutet, dass sie aus den Beständen der Nationalen Volksarmee stammen. Er hat sie zwar zum Schnäppchenpreis im Internet ersteigert, sie mussten allerdings (zum Teil sehr aufwendig) restauriert werden. Die Kosten dafür übernahm die Finkernagel-Stiftung.

Über Jahrhunderte hinweg wurden Fanfaren bei Hofe und beim Militär eingesetzt, um etwas anzukündigen. Die Fanfaren werden folgerichtig den Mittelaltermarkt „einläuten“, vielleicht sogar in besonders reizvoller Form: Gaslar denkt darüber nach, sowohl auf der Burg als auch im Tal Bläser zu postieren, die ihre Signale im musikalischen Wechselspiel blasen. Wie berichtet, stehen den Musikern Gewänder zur Verfügung, auch Banner für die Fanfaren sind bereits vorhanden.

Neben Goslar und Finkernagel nahm auch Karsten Wolfewicz an der Probe teil – er ist der dritte Vater des Projektes. „die Motivation bei den Musikern ist erstaunlich hoch. Es macht Spaß, ihnen beim Proben zuzusehen“, sagte er.

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