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Projekt „Atlas“: Unterstützung für die kriselnde Automobilbranche

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Von: Markus Wilczek

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Stellen das Projekt „Atlas“ vor: (von links) Jochen Schröder, GWS-Geschäftsführer, Kirsten Kling, Geschäftsführerin der agentur mark, und Landrat Marco Voge.
Stellen das Projekt „Atlas“ vor: (von links) Jochen Schröder, GWS-Geschäftsführer, Kirsten Kling, Geschäftsführerin der agentur mark, und Landrat Marco Voge. © Heyn/Märkischer Kreis

Mit mehr als 500 Unternehmen und rund 52 000 Beschäftigten ist die Automobilbranche ein wichtiger Wirtschaftszweig und ein entscheidender Beschäftigungsfaktor in Südwestfalen.

Altena - Die Automobilbranche befindet sich aber in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der kleine und mittlere Zuliefererunternehmen sowie auch das Kfz-Handwerk und den Handel vor enorme Herausforderungen stellt. Von dieser Entwicklung ist auch der Märkische Kreis betroffen.

Das neue Projekt „Atlas – Automotive Transformationsplattform Südwestfalen“ will hier mit konkreten Angeboten flankieren. Dazu soll ein Experten-Netzwerk entstehen, das diese Unternehmen bei den anstehenden Veränderungen und der Qualifizierung von Beschäftigten unterstützt. Für Landrat Marco Voge (CDU) steht fest, dass mit „Atlas“ wichtige Anlaufstationen für die Betriebe und ihre Beschäftigten im Kreis für die nächsten drei Jahre entstehen: „Der Automotive- Sektor ist für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in unserem Kreis von großer Bedeutung. Daher freue ich mich, dass durch die Förderung insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowohl bei der technologischen Entwicklung und dem Aufbau nachhaltiger Geschäftsmodelle unterstützt werden können als auch bei den Herausforderungen, die diese Prozesse an die Qualifikation der Beschäftigten stellen.“

Ein Verbund regionaler Partner

Hinter „Atlas“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird, steht ein Verbund regionaler Partner. Mit dabei sind unter die kreiseigene Wirtschaftsförderung GWS, die mit dem Transferverbund Südwestfalen ein Partner für die Unternehmen im Bereich Innovation ist, sowie die agentur mark, die für den Kreis bereits in anderen Feldern der Fachkräftesicherung aktiv ist.

Jochen Schröder, GWS, und Kirsten Kling, agentur mark, sind von den konkreten Unterstützungsangeboten des Projektes überzeugt: „Wir kommen mit gemischten Teams und unterschiedlichen Kompetenzen in die Betriebe. Technologiescouts ermitteln den technologischen Bedarf und organisieren konkrete Lösungen, zum Beispiel indem sie Hochschulen, Forschungsinstitute und bei Bedarf auch weitere Unternehmen in der Wertschöpfungskette einbeziehen. Die Qualifizierungsberatung kümmert sich um die notwendige qualifikatorische Anpassung, organisiert passende Weiterbildungskurse für Beschäftigte oder unterstützt durch eine gezielte Fördermittelberatung.“

Einzelberatungen und Themenreihen

Eingebettet sind diese einzelbetrieblichen Beratungen in eine Reihe von themenspezifischen Veranstaltungen und Workshops für die Betriebe. Dazu zählt zum Beispiel ein eintägiger Workshop, den die GWS am 27. September zusammen mit zwei Fraunhofer-Instituten anbietet. Hier erfahren Unternehmen alles über Wasserstoffsysteme wie Elektrolyseure oder Brennstoffzellen, ihre Funktionsweisen und ihren Aufbau. Diese Technologien können die Zukunftsmärkte von Morgen für die Zulieferindustrie sein und Umsatzrückgänge durch den Mobilitätswandel kompensieren. Anmeldungen zur Veranstaltung, die von 9 bis 17 Uhr in Iserlohn stattfinden wird, sind bereits möglich: https://transferverbund-sw.de/events/save-the-date-workshop-wasserstoff.

Unternehmen aus dem Märkischen Kreis mit grundsätzlichem Interesse an „Atlas“ können sich direkt bei Jochen Schröder von der GWS (Tel.: 02352/927211, E-Mail: schroeder@gws-mk.de) melden.

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