Problembaum an der Fuelbecker Talsperre

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Ein Blick auf die Bruchstelle zeigt, dass der Baum durch einen alten Schaden geschwächt war.

ALTENA ▪ Eine kleine Klettereinlage wird seit dem Wochenende den Benutzern des Rundweges um die Fuelbecker Talsperre abverlangt: Eine mächtige Buche ist umgestürzt und blockiert jetzt Altenas wohl meistfrequentierten Wanderweg.

Umgehen können Wanderer und Jogger diesen Bereich nur über den Hang, was aber zumindest älteren Menschen nicht leicht fällt. Gerade sie nutzen den Weg gerne, weil er keine großen Steigungen aufweist.

Beseitigung wird zum Problem

„Das wird ein Problem“, ahnt Ralf Berlet, der technische Leiter der Stadtwerke. Denen gehört zwar der jetzt blockierte Weg, aber nicht der Baum – er stürzte im angrenzenden Privatwald um. Und: Es handelt sich um ein richtig dickes Kaliber. „Unsere Leute können den nicht wegmachen. Da muss eine Fachfirma dran“, meint Berlet. Damit sind Kosten verbunden – „wir müssen deshalb den Eigentümern auf jede Fall die Möglichkeit geben, selbst für die Beseitigung des Baumes zu sorgen“. Inzwischen hat Berlet herausgefunden, dass Wald und Baum einer Erbengemeinschaft gehören. Das mache die Sache erfahrungsgemäß nicht einfacher, sagte er gestern. Erst wenn die Eigentümer sich nicht innerhalb einer angemessenen Frist um den Schaden kümmern, werden die Stadtwerke aktiv. Sie würden dann versuchen, sich die Auslagen von den Waldbesitzern zurückzuholen, kündigte der technische Leiter an.

Stamm schon stark geschwächt

Ein Blick auf die Bruchstelle zeigt. dass die Sache absehbar war: Aus der mächtige Buche ist in der Vergangenheit ein dicker Ast ausgebrochen, der Stamm war an dieser Stelle stark geschwächt – nicht ungefährlich bei einem Baum, der an einem so stark frequentierten Weg steht. Die Stadtwerke ließen ihren Baumbestand an der Fuelbecke einmal im Jahr von einem Gärtner kontrollieren, schildert Berlet mit Hinweis auf entsprechende gesetzliche Verpflichtungen. Auf die Bäume, die im benachbarten Privatwald stehen, habe man aber keinen Einfluss. Um deren Standfestigkeit müssten sich die jeweiligen Eigentümer kümmern.

Das Entfernen des Baumes wird übrigens nicht nur wegen dessen Ausmaßen schwierig. Die Ketten von Motorsägen müssen fortlaufend geölt werden – und Öl ist natürlich Gift für das Trinkwasser in der Talsperre. Deshalb gestatten die Stadtwerke den Einsatz dieser Geräte unterhalb des Weges allenfalls unter strengen Auflagen. ▪ Thomas Bender

Online: http://www.stadtwerke-altena.dehttp://www.fuelbecke.de

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