Primiz mit Kaplan Peter Schlippe in St. Matthäus

„Jetzt ist meine Heimat der Altar“

Kaplan Peter Schlippe erteilt seiner Mutter Andrea den Primiz Segen.
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Kaplan Peter Schlippe erteilt seiner Mutter Andrea den Primiz Segen.

„Lieber Peter, ich bin froh und glücklich, dass ein Altenaer Junge, Kumpel und Freund diesen Weg eingeschlagen hat.“ Herzlich gratulierte Bürgermeister Uwe Kober Peter Schlippe bei der ersten Heiligen Messe.

Altena – Rund 50 Gläubige haben am Pfingstsonntag die Primiz mit Kaplan Peter Schlippe in St. Matthäus miterlebt – natürlich mit vorheriger Anmeldung, Maskenpflicht und ausreichend Abstand in den Bankreihen. Zudem wurde der besondere Gottesdienst live via Internet übertragen. Der 30-jährige gebürtige Altenaer wurde am vergangenen Freitag im Dom zu Essen zum Priester geweiht. Die Primiz ist die erste Heilige Messe, der ein neugeweihter Priester vorsteht. Sie wird in der Heimatgemeinde gefeiert und von dieser ausgerichtet.

Ergreifender Moment

„Es ist ein ergreifender Moment für mich“, mit diesen Worten begrüßte Peter Schlippe die Gemeinde und musste deutlich bewegt eine kleine Pause einlegen. Heimat sei ihm sehr wichtig, fuhr er fort. In erster Linie wegen seiner Eltern, seiner Freunde, aber auch wegen St. Matthäus, wo er einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hat. „Heimat, das ist ein sicherer Hafen, ein Anker. Und jetzt ist meine Heimat der Altar.“ Die Dekoration in der Kirche, liebevoll gestaltet von Margret Funnemann, machte deutlich, was Peter Schlippe an Altena außerdem wichtig ist: die Stadt und ihre Menschen, die Landschaft, die Burg, der Schützenverein, das Blasorchester.

Irgendetwas fehlte

Nach dem Abitur studierte Schlippe in Dortmund zunächst zwei Jahre auf Grundschullehramt. Doch irgendetwas fehlte und so begab er sich aus einer Intuition heraus auf den Jakobsweg zwischen Dortmund und Aachen. „Er spürte nach einigen Tagen eine tiefe Zufriedenheit und ging in Kirchen und betete. Und manchmal hatte er den Eindruck, dass da einer hinter ihm steht. Dass Jesus Christus hinter ihm steht“, führte Dr. Michael Höffner in seiner Predigt aus. Höffner ist Schlippes geistiger Begleiter, also sein engster Vertrauter auf dem Weg zum Priester. „Intuitiv folgen wir einem Weg, ohne abzusehen, was aus diesem Weg werden wird“, so Höffner weiter. Das danach folgende Theologiestudium sei für Peter Schlippe genau das Richtige gewesen. So erlebte Höffner beispielsweise die Diakoniezeit des jungen Altenaers als sehr erfüllend. „Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, das ist ihm wie auf den Leib geschnitten.“

„Ich möchte für andere da sein“

Peter Schlippe will auch als Priester weiterhin Diakon bleiben, will den Menschen zuhören, ihnen seine Hilfe anbieten. Passend dazu wählte er auch seinen Primiz-Spruch „Was soll ich dir tun?“ aus dem Markus-Evangelium, Kapitel 10, Vers 51. Der 30-Jährige freut sich auf seine nächste Station in Gelsenkirchen-Buer und besonders auf die dortige Gemeindearbeit. „Ich möchte für andere da sein und Zeugnis geben“, sagte Schlippe.

Zum Ende des Gottesdienstes erteilte Kaplan Schlippe an die Gläubigen den Primiz-Segen. Das war auch die Gelegenheit für persönliche Glückwünsche. Unter den Gratulanten Bürgermeister Uwe Kober, der dem Primizianten hörbar gerührt herzliche Worte entgegenbrachte: „Lieber Peter, ich bin froh und glücklich, dass ein Altenaer Junge, Kumpel und Freund diesen Weg eingeschlagen hat. Egal, wo dich dein Weg hinführt, ich wünsche dir Gottes Segen. Als besonderer, humorvoller Mensch kann man dich nur lieb haben.“

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