Preisgekrönter Autor aus Altena liest zum zehnten Mal in seiner Heimatstadt

Amir Shaheen bringt „Sediment“ mit

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Amir Shaheen freut sich auf ein Wiedersehen in Altena: Am 1. März ist er um 19.30  Uhr in der Stadtbücherei zu Gast.  

Altena – Der in Altena aufgewachsene Autor Amir Shaheen präsentiert am 1. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei neue Gedichte aus seinem sechsten Lyrik-Band „Leuchtspuren Restlicht“, der im Februar im Sujet Verlag erscheint. Gegliedert in drei Gruppen, versammelt der Band rund sechzig Gedichte

Darin befindet sich erstmals das Gedicht „Sediment“, für das der Lyriker im November 2018 mit dem Preis postpoetry.nrw ausgezeichnet wurde. Als regelmäßiger Gast in der Stadtbücherei wird Amir Shaheen im März bereits zum zehnten Mal in seiner Heimatstadt lesen. Das Altenaer Publikum kennt und schätzt den Autor als versierten und humorvollen Sprecher seiner Texte, der auch mit satirischer Prosa bestens zu unterhalten weiß. Amir Shaheen verfolgt die Leuchtspuren in unserer Zeit und spürt auch das Restlicht in dunkleren Tagen auf. Meere, Straßen, Aufbrüche und Abschiede, verrinnende und schlecht genutzte Tage, die Zeit, die man nie hatte oder die noch bleibt, Vergängliches, Vergebliches, Heimat oder Unbehaustsein sind wiederkehrende Bilder und Motive in dieser Sammlung. Etliche Gedichte ließen sich konkret verorten in der Gegenwart, an der Nordsee, auf einer norddeutschen Hallig oder griechischen Inseln wie auch in den Städten, in denen der Dichter lebt und sich aufhält. Jenseits der Beobachtung und Beschreibung, über Erlebtes oder Erfahrenes weit hinaus, weisen so manche Gedichte bis ins Spirituelle hinein — nicht zuletzt auch das ausgezeichnete „Sediment“. Das wird in der Stadtbücherei ebenso zu hören sein wie auch Gedichte über seine Heimatstadt Altena. Als Lyriker hat sich der in Köln lebende Schriftsteller schon lange etabliert. Seit 1989 hat Amir Shaheen in eigenen Büchern, Printmedien, Rundfunk und Internet mehr als 300 Gedichte veröffentlicht. Er ist in mehr als 30 Anthologien vertreten, darunter Der große Conrady — Das Buch deutscher Gedichte (2008) und Stadtlandfluss (2014), eine Lyrikanthologie, die von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens publiziert wurde, sowie in Literaturzeitschiften und Magazinen wie mare — die Zeitschrift der Meere. Seit 1994 hat der WDR-Hörfunk weit mehr als ein Dutzend Gedichte von Amir Shaheen ausgestrahlt, teils interpretiert von Mitgliedern seines Sprecherensembles, teils gelesen vom Autor selbst.

 

Drei Fragen an Amir Shaheen

Wie kommt man auf die Idee, Schriftsteller zu werden? 

Laut der Erinnerungen meines Vaters muss ich den Einfall schon früh gehabt haben. Er hat mir immer erzählt, dass ich ihm als Vierjähriger schon Geschichten zum Aufschreiben diktiert hätte. Als ich selbst lesen und schreiben konnte, bin ich da dran geblieben. Konkret wurde die Leidenschaft in der Oberstufe. Da kristallisierte sich eine Vorliebe für Lyrik heraus, die ich bis heute behalten habe.

Kann man den Beruf lernen? 

Ja natürlich, man kann sich an der Universität Leipzig sogar ausschließlich der Lyrik widmen. Aber ich habe eine Ausbildung zum Verlagskaufmann gemacht und dabei einfach weitergeschrieben. Diversen kleinen Publikationen folgte 1989 eine Veröffentlichung in der Zeitschrift „Flugasche“. Als ich in Köln gelandet bin, hatte ich die Chance, regelmäßig für die Zeitschrift „Neues Rheinland“ zu schreiben. Ich hatte das große Glück, gefördert und weiterempfohlen zu werden. Das hat mir große Möglichkeiten zur Weiterentwicklung eröffnet.

Können Sie von der Schriftstellerei leben? 

Nein. Das konnten aber auch Goethe und Rilke nicht. Im Hauptberuf bin ich vollumfänglicher Textdienstleister. Ich lebe vom Lektorat, Fact Checking, dem Verfassen von Texten. Die Lyrik ist das Sahnehäubchen oben drauf in meinem Beruf. Ein Glück, das längst nicht jeder hat!

 

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