Allein in der Lutherkirche waren 1000 Gäste an Heiligabend

Die Botschaft aus Kindermund

In der bestens besuchten St. Matthäus Kirche gestaltete Pfarrer Ulrich Schmalenbach den Heiligabendgottesdienst. Foto: Hornemann

Altena - „Wir sind Römer, wir sind schöner...“, klang es an Heiligabend laut aus den Kehlen der Krippenspieldarsteller in der Lutherkirche. Die Aufführung „Josef und Maria – Gottes Plan geht auf“ lockte hunderte Besucher in das evangelische Gotteshaus. Nicht minder gut besucht war der Familiengottesdienst in St. Matthäus.

Kinder können die Ereignisse aus Bethlehem einfach am besten vermitteln. Das zeigte der Andrang in den katholischen und evangelischen Kirchen zu den zentralen Krippenspielgottesdiensten an Heiligabend deutlich. Zahlreiche Familien genossen gelungene Anspiele vor der Bescherung. Aber Altenas Geistliche vergaßen auch nicht jene Menschen, denen in diesen Tagen nicht das Glück zuteil ist, eine Herberge zu finden: „Die Sorge um die Kriege in der Welt, aber auch die Auseinandersetzung mit den Protesten gegen das Fremde im eigenen Land haben die Weihnachtspredigten in den Gottesdiensten der Evangelischen Kirchengemeinde Altena geprägt“, erklärte Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier. Er hatte in der Christmette an die Kohlezeichnung der „Stalingrad-Madonna“, erinnert, die Weihnachtsbotschaft in den Zweiten Weltkrieg gebracht hatte. Die Weihnachtsbotschaft erreiche erst dort ihre Tiefe, wo sie mit der Sehnsucht nach Frieden verbunden werde. Pfarrerin Merle Vokkert hatte in der Christvesper eine humanistische Botschaft: Der Menschlichkeit sei mit dem Kind in der Krippe Vorrang gegeben vor einer Welt von Hunger, Gewalt, Hass und Neid. - Ina Hornemann

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