Powerschule zeigt Wege gegen Übergewicht auf

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Zufrieden mit dem Power-Camp Bewegung und Ernäherung war das ausrichtende Team.

ALTENA - Erfolgreich durchlaufen haben 15 Altenaer Kinder das erste „Powercamp“ im Märkischen Kreis. Nach acht Treffen wissen sie und ihre Eltern nun genau Bescheid über den Zusammenhang von gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung. Beides hilft, den Körper fit zu halten und beugt Übergewicht vor.

Angeregt wurde das Projekt, das von den Krankenkassen unterstützt wird, von der „Powerschule“, dahinter stehen die Ernährungsberaterin Andrea Haase und die Physiotherapeutin Heike Siepermann aus Kierspe, die mit dem Kinderarzt Dr. Markus Bock den geeigneten Ansprechpartner gefunden haben.

In seiner Praxis sprach er die Eltern von übergewichtigen Kindern an. Fehl- oder Mangelernährung führt nicht nur zu einem „dicken Bauch“, sondern hat für die Kinder weitreichende Folgen: Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Bewegungsauffälligkeiten und -störungen und, nicht zu vergessen, Mobbing durch Mitschüler.

In zwei Blöcken mit je vier Einheiten haben die Kinder seit Februar gelernt, dass gesundes Essen schmeckt und gar nicht schwierig zuzubereiten ist.

„Wir möchten uns bei der Stadt Altena bedanken, die uns Räume für unser Powercamp zur Verfügung gestellt hat. In der Lehrküche der Richard-Schirrmann-Realschule haben wir mit den Kindern gekocht und anschließend auch gegessen. Die Eltern waren engagiert dabei und haben uns begeistert unterstützt“, berichtet die Ernährungsberaterin Haase. „Wir haben Milchshakes selber hergestellt und mit gekauften verglichen. Alle waren sich einig, dass unsere Getränke besser schmeckten. Es gab viel Gemüse und Dips und eine Suppe aus 1001 Nacht“.

Die Kinder und auch die Eltern mussten lernen, auf ihr Essverhalten zu achten. „Wichtig ist, den Kindern die Mengen, die sie essen dürfen, begreifbar zu machen. Eine Maßeinheit bei uns war zum Beispiel eine Hand voll“, erklärt der Kinderarzt.

„Eine Diät für Kinder ist nicht sinnvoll. Sie dürfen alles essen, aber in Maßen und sollen auch weiterhin auf versteckte Kalorien, wie in süßen Getränken, achten.“ Die Kinder wurden auch gewogen und bekamen „Hausaufgaben“ auf: Ein Protokoll musste angefertigt und das eigene Essverhalten reflektiert werden.

Spaß an der Bewegung vermittelte die Physiotherapeutin Heike Siepermann den Teilnehmern. Im Generationentreff am Knerling fanden sie den geeigneten Platz, um sich „auszupowern“. Koordination, Balance und Ausdauer wurden durch unterschiedliche Übungen gefördert. Auch hier waren viele Eltern aktiv mit dabei.

Am Mittwoch fand am Knerling die letzte Übungseinheit statt, zum Abschluss gab es eine Teilnahmebescheinigung.

Die Beraterinnen appellierten noch einmal daran, auch weiter bewusst nach dem Schema der Ernährungspyramide zu essen und reichten Gemüsesnacks zum Abschied.

von Silvia Sauser

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