Post wird jetzt im ehemaligen Autohaus sortiert

Zu Besuch im neuen Verteilstützpunkt in der Brachtenbeck

+
Markus Kemper ist Teamleiter am Verteilstützpunkt Altena. Der Umzug in das ehemalige Autohaus am Brachtenbecker Weg erleichtert ihm und seinen Kollegen die Arbeit ganz erheblich.

Altena - Der Teamleiter ist meistens der erste: Wenn Markus Kemper morgens um 6.30 Uhr im Verteilstützpunkt der Post die Türen aufschließt, dann sind die ersten Paletten mit Briefen meistens schon da. 15.000 bis 20.000 Sendungen sind es pro Tag, im Oktober und November oft noch mehr.

„Dann laufen die Werbeaktionen vor Weihnachten“, weiß Volker Dunkel, der für Altena, Schwerte, Menden, Balve und andere Städte zuständige Betriebsleiter.

Allerdings: Die Zahl der Briefe ist rückläufig. Was boomt, sind die Pakete. Auch die kommen in den meisten Zustellbezirken in Altena und Nachrodt mit dem Briefträger, der nur noch in den seltensten Fällen zu Fuß unterwegs ist, sondern meistens mit dem Bulli fährt.

15 solcher Verbundbezirke werden aus der Brachtenbeck beschickt, im Schnitt fallen in jedem dieser Bezirke 100 Pakete pro Tag an – „Tendenz steigend“, weiß Dunkel. Das ist auch der Grund dafür, dass die Post seit Jahren händeringend einen Ersatz für die bisher genutzten Räume im ehemaligen Postamt an der Kirchstraße suchte.

„Im Paketzentrum Hagen gab es nur noch zwei Fahrzeuge, die durch das Tor zum Posthof passten“, berichtet Dunkel. Der Posthof war dann auch noch reichlich eng, im Gebäude musste auf zwei Etagen gearbeitet werden. Bausubstanz und Aufzug seien auch nicht mehr auf dem neuesten Stand gewesen.

Nach langem Suchen landete die Post schließlich bei Dieter und Hendrik Schauerte, den Besitzern des ehemaligen VW-Autohauses. Deren Mieter hatte gekündigt und die beiden waren froh, mit der Post einen Partner zu finden, dem an einer langfristigen Nutzung der Immobilie gelegen ist. „Das ist wirklich optimal hier“, schwärmt Kemper und Dunkel spricht von dem mit Abstand besten Verteilstützpunkt in seinem Bereich.

Zweiter Durchgang beim Sortieren: Marc Bungard sortiert nach Straßen und Hausnummern in seinem Bezirk.

Großer Parkplatz, gute Zufahrt für den anliefernden LKW, keine Sorgen mehr bei Hochwasser – damit fängt es erst an. Innen ist alles topfeben, die oft zentnerschweren Wagen voller Sendungen lassen sich so ganz gut von Ort zu Ort bringen . Bewegt werden im Stützpunkt Tag für Tag etliche Tonnen - und das gleich mehrfach.

Was aus den beiden Logistikzentren der Post in Hagen angeliefert wird, ist günstigstenfalls grob vorsortiert. Briefe (wozu auch Kataloge und Prospekte zählen) werden deshalb in einem ersten Arbeitsschritt in große Schränke für die jeweiligen Zustellbezirke geräumt. Dann übernimmt der für einen Bezirk zuständige Zusteller und sortiert in einem zweiten Arbeitsschritt nach Straßen und Hausnummern.

Bei den Paketen sieht das etwas anders aus: Die werden gleich auf Wagen für die jeweiligen Bezirke gepackt. Der zweite Arbeitsschritt folgt dann beim Beladen der Fahrzeuge – das muss erfolgen, dass es logistisch Sinn ergibt. „Da gibt es verschiedene Methoden“, verrät Artur Pytel, der am liebsten nach dem U-Prinzip arbeitet.

Zwei Stunden etwa wird gepackt und sortiert, dann rollen die ersten Bullis von Hof –noch: Natürlich habe die Post bei der Suche nach ihrem neuen Stützpunkt auch darauf geachtet, dass die Voraussetzungen für E-Mobilität geschaffen werden können, verrät Dunkel. Vielleicht surren in der Brachtenbeck also schon bald die ersten Street Scooter vom Hof. So heißen die von der Post entwickelten Elektroautos.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare