Pop-up-Stores: Fünf Läden auf einen Streich

Fantasievoll und farbenfroh: An den venezianischen Karneval erinnerten Straßenkünstler aus Berlin Dienstagnachmittag in der Innenstadt. Sie zogen viele Menschen in ihren Bann. -  Foto: Bender

Altena -   Dienstagnachmittag, dazu noch Ferien – fast schon ein Garant für eine ziemlich leere Innenstadt. Jetzt war das anders: Die Altenaer kamen, sahen, staunten. Und zwar nicht nur über Straßenkünstler, sondern auch über fünf neue Geschäfte auf Zeit.

„Pop-up-stores“ heißen diese Läden offiziell, die Idee stammt von der Agentur „Urbane Helden“ aus Berlin. Für die Umsetzung sorgten dann Stadtmarketing, Tourismusförderung und der Verein für bürgerschaftliches Engagement. Corina Turner und Julia Hußmann strahlten ob des Erfolgs mit der Sonne um die Wette.

Die fünf Läden sind sehr unterschiedlich. Beginnt man seinen Stadtbummel am Markaner, so stößt man zunächst auf einen Ableger des Hagener Geschäfts „Geschenkideen Turner“, in dem witzige, aber trotzdem geschmackvolle Präsente in verschiedenen Preisklassen angeboten werden. Ritzenhoff-Gläser findet man dort, xxl-Froschkönige, Handtücher von Joop – eine bunte Mischung auf ein paar Quadratmetern.

Der nächste pop-up-store wird dann von Möbel Lechtenbrinck betrieben. Das Dahler Möbelhaus zeigt dort besonders bequeme und qualitativ hochwertige Boxspring-Betten, die in guten Hotels schon lange Standard sind. Auch ein kleines Sortiment an Geschenkartikeln wird angeboten.

Angefangen hat David Ebisch in Altena, inzwischen arbeitet der Modedesigner in Düsseldorf. Zusammen mit Franziska Schalamon präsentiert er Shirts, Mützen und mehr seines eigenen Modelabels bei einem großen Bekleidungshaus-Kette. Laden Nummer vier ist ein bisschen aus der Not geboren, hier verkauft der Verein für Bürgerschaftliches Engagement Altena-Souvenirs. Dafür findet sich kurz vor dem Haus Köster-Emden noch eine echte Entdeckung: Dort rotiert die hand- beziehungsweise fußgetriebene Drehbank von Udo Nickel, der zusammen mit Ehefrau Christina Grünholz zu Schalen, Möbeln und Kunsthandwerk verarbeitet und gerne über dieses seltene Handwerk informiert.

Eröffnung der Pop-Up Stores in Altena  - venezianischer Karneval in der Innenstadt

Die Inhaber der pop-up-stores zahlen eine symbolische Miete und arbeiten auf eigenes Risiko. Sie müssen mehrmals pro Woche, aber nicht täglich öffnen. Der Verein für bürgerschaftliches Engagement bezuschusste jede der Geschäftsgründungen mit einem dreistelligen Euro-Betrag. Die erste Phase des Gründungs-Experiments dauert sieben Wochen. Dann wird entschieden, wie es weitergeht.

Eine sechste Gründung zeichnet sich übrigens schon ab: Ins ehemalige Feedback direkt gegenüber dem neuen Tor zur Burg zieht im Mai ein ebenfalls auf Zeit angelegtes Café ein. - Von Thomas Bender

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