Polizei will Trunkenheit nachweisen

ALTENA ▪ Eigentlich eine Bagatelle: Den Jägerzaun des Hauses Gehegder Weg 22 beschädigte ein Autofahrer am Samstagmorgen. Eher ungewöhnlich war das, was dann passierte: Er ergriff die Flucht, meldete sich aber sieben Stunden später auf der Polizeiwache, um sein Missgeschick einzugestehen.

Dabei wurde in seiner Atemluft Alkohol festgestellt – natürlich gab der Fahrer an, erst nach dem Unfall getrunken zu haben. Das sieht die Polizei allerdings anders. Sie will ihm nachweisen, dass er bereits zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert war. Ein solcher Nachweis kann gelingen, wenn statt der üblich einen zeitlich versetzt zwei Blutproben entnommen werden. Wurde der Alkohol nach dem Unfall getrunken, müsste die zweite eine höhere Blutalkoholkonzentration ergeben als die erste, weil sich der Wert unmittelbar nach der Aufnahme steigert. Ergibt die Analyse jedoch zwischen der ersten und zweiten Blutprobe einen Rückgang des Promillewertes, so kann daraus geschlussfolgert werden, dass der Alkoholgenuss schon länger zurückliegt. Davon geht die Polizei in diesem Fall aus. Sie stellte deshalb den Führerschein des Mannes sicher

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