Kriminalitätsstatistik: Mehr Rauschgiftdelikte in Altena

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Die Zahl der Rauschgiftdelikte hat im vergangenen Jahr in der Burgstadt deutlich zugenommen.

Altena - Die Zahl der Straftaten in der Burgstadt ist von 2016 auf 2017 leicht zurückgegangen. Das geht aus der neuen polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die am Mittwoch in Iserlohn vorgelegt wurde. Jedoch verlief die Entwicklung in den verschiedenen Deliktgruppen sehr unterschiedlich; es gab sehr deutliche Rückgänge und andererseits starke Steigerungen.

Insgesamt wurden der Kripo im vergangenen Jahr 1.023 Delikte bekannt, 13 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 1,25 Prozent.

Sehr deutliche Steigerungen registrierten die Fahnder zum Beispiel bei den Rauschgiftdelikten. Waren hier 2016 noch 31 Fälle aktemkundig geworden, so sind es in 2017 schon 85 Fälle, was einer Zunahme von 74 Prozent entspricht. Die Aufklärungsquote ging hier von 93 auf 89 Prozent – auf hohem Niveau – leicht zurück.

Die Zahl der Sexualdelikte hat sich von sechs auf elf nahezu verdoppelt. Nach 146 Fällen im Vorjahr gab es 2017 155 Körperverletzungsdelikte. Die sogenannte Straßenkriminalität ging um 14 Prozent auf 177 bekannt gewordene Delikte zurück. Am deutlichsten fallen die Rückgänge im Bereich der Computerkriminalität aus: Wurden in 2016 noch 21 derartige Fälle aktenkundig, sowaren es in 2017 noch fünf, was einem Minus von 76 Prozent entspricht.

Rückläufig ist auch die Zahl der Sachbeschädigungen. Nach 160 Fällen wurde in 2017 noch 121 bekannt, was einem Rückgang 25 Prozent entspricht. Es gab weniger Wohnungseinbrüche. Beschäftigten in 2016 noch 53 solcher Taten die Ermittler, so gab es in 2017 noch 46 Fälle; der Rückgang liegt damit bei 13 Prozent.

Recht deutlich ist andererseit der Zuwachs beim Diebstahl aus Kraftfahrzeugen, jedoch auf einer relativ geringen Zahlenbasis: 2016 gab es sieben derartige Fälle, in 2017 mussten sich die beamten mit 17 Delikten befassen. Hier wird zudem mit 5,8 Prozent die geringste Aufklärungsquote erzielt.

Die sogenannte Gewaltkriminalität (z. B. Vergewaltigung und schwere sexuellen Nötigung, Raub, räuberische Erpressung gefährliche und schwere Körperverletzung) ist wiederum rückläufig: Nach 53 Fällen wurden jetzt 42 aktenkundig. Der Anteil der ermittelten „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ ist laut Statistik rückläufig. Er ging kreisweit von 3254 auf 2722 zurück, das entspricht einem Minus von 4,1 Prozent.

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