Zweimal in einer Woche: Polizei erwischt Mann mit Drogen und Pistole im Auto

 Amphetamin fanden die ermittelnden Beamten im Auto des Mannes.
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Amphetamin fanden die ermittelnden Beamten im Auto des Mannes.

Diverse Drogen, eine Pistole, aber kein Führerschein: Zweimal hat die Polizei einen MK erwischt. Und das war nur der Anfang.

Altena – Mit umfassenden Geständnissen der beiden Angeklagten hat im Landgericht Hagen der Prozess gegen zwei Drogenhändler aus Altena begonnen. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurde der 35-Jährige am 1. April 2019 mit Drogen im Blut, ohne Fahrerlaubnis und mit gefälschten Autokennzeichen erwischt. Bei der Durchsuchung fanden die Polizeibeamten sieben Gramm Amphetamine und eine geladene Schreckschusspistole.

Eine Woche später eine ähnliche Szenerie: Am 8. April wurde der Angeklagte in Lüdenscheid erneut mit rund 100 Gramm Amphetaminen erwischt. Und wieder: kein Führerschein, falsche Kennzeichen und eine geladene Schreckschusspistole.

Marihuana, Ecstasy und Amphetamine gefunden

Diesmal veranlasste die Polizei eine Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung des Pärchens in Altena. Die dort gefundenen Amphetamine steigerten das Gesamtgewicht der gefundenen Droge auf 185 Gramm. Dazu kamen 22 Gramm Marihuana und 44 Ecstasy-Tabletten.

Der 35-Jährige gab zu, dass die Drogen sowohl für den Eigenkonsum als auch zum Weiterverkauf bestimmt waren. Namen von Lieferanten und Kunden wollte er nicht nennen.

Waffe zum Schutz vor der Ex

Im Prozess versuchte der Angeklagte, die Themen Waffe und Drogen möglichst weit voneinander zu trennen, denn die Mindeststrafe für den bewaffneten Handel mit einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel liegt bei fünf Jahren.

Der 35-Jährige lieferte eine Erklärung für die Waffe: Nach einem Angriff seiner Ex-Frau habe er sich und seine Freundin mit dieser nur schützen wollen. Ein in der Wohnung der Angeklagten sichergestellter Brief, in dem davon die Rede war, dass man die Waffe wegen Probleme mit der „Ollen“ anschaffen wolle, bestätigte diese Darstellung.

Neues Liebesglück: Gemeinsame Sache gemacht

Das Pärchen teilte sich die Verantwortung für Drogenbesitz und -handel: „Uns gab es nicht alleine. Wir waren unzertrennlich“, erklärte der Angeklagte. Seine Freundin bestätigte das. Von der Waffe in der Fahrertür des Autos habe sie allerdings nichts gewusst.

Kurios muteten die Hintergründe ihrer Festnahme an: Sie war bei der zweiten Fahrt am 8. April 2019 mitgefahren, dann aber ihrer eigenen Wege gegangen. Als sie erfuhr, dass ihr Freund festgenommen worden war, ging sie zur Polizeiwache, um sich nach seinem Verbleib zu erkundigen. Die Beamten nutzten die Gelegenheit, um auch sie vorläufig festzunehmen. Später wurden beide Angeklagte wieder auf freien Fuß gesetzt.

Angeklagte taucht erst einmal unter

Der 35-Jährige war damit überfordert, verstieß gegen Auflagen und kam erneut in Untersuchungshaft. Seine Freundin tauchte nach der Freilassung vorübergehend ab. Weil ihr Aufenthaltsort unbekannt war, wurde ihr Strafverfahren vorübergehend abgetrennt.

Nun sitzen die beiden wieder vereint auf der Anklagebank und hoffen auf ein Urteil, das ihnen einen Weg aus der Drogenabhängigkeit eröffnet.

Einen riesigen Drogenfund hat die Polizei an anderer Stelle gemacht. Dabei ging es um harte Drogen wie Chrystal Meth und Co.

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