Politische Zusammenarbeit mit der AfD? Das sagen die Altenaer 

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Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen.

Altena – Wie geht man am besten mit der AfD um? Einige Altenaer sind klar gegen eine politische Zusammenarbeit der etablierten Parteien. Es gibt auch andere Meinungen. Dabei fällt eines auf.

Der Dammbruch von Erfurt, die Wahl von FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Zwei-Tage-Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD, bewegt auch die Altenaer. Bei einer Umfrage reagierte ein zufällig ausgewählter Kreis von Frauen und Männern sehr unterschiedlich: 

Neben Abgrenzung und Ablehnung gab es aber auch Stimmen, die eine Beteiligung der rechtslastigen Partei an Regierungen nicht gänzlich abgeneigt schienen. Auffällig: Diese Personen wollten aber nicht namentlich zitiert werden. 

„Wählen nein. Aber die AfD-Politiker sind doch demokratisch gewählt worden. Ihre Partei ist nicht verboten“, sagte eine junge Mutter (28) mit Kind auf dem Arm. 

Zusammenarbeit "kann bedingt mal nötig werden"

Auch ein 20-Jähriger, der in Kürze eine Ausbildung beginnt, würde zwar die AfD nicht wählen, meinte aber: „Die anderen Parteien dürfen sich nicht weiter verweigern. In einer Demokratie muss man zusammenarbeiten.“ 

Horst Böllinghaus (86) würde „nie sein Kreuzchen auf dem Wahlzettel für die AfD machen“. Was die Frage einer Zusammenarbeit mit anderen Parteien angeht, zweifelt er aber. „Schwierig. Vielleicht kann das bedingt mal nötig werden.“ 

Horst Böllinghaus (86) würde nie AfD wählen.

Sascha Kebernick (49): „AfD wählen? Ich bin doch nicht verrückt, nein! Wer mit denen zusammenarbeitet, hat verloren.“ Jesus Aladag (50): „Natürlich würde ich nicht AfD wählen. Das ist so, als wenn man sich die Silberfische ins Haus holt. Die wirst du nie wieder los. Allerdings meine ich schon, dass was gegen die Islamisierung und Terror getan werden muss.“ 

Vertrauen in Politik "gänzlich verloren gegangen"

Knut Niggemeier (52): „Ich würde nie Rechts wählen. Und zusammenarbeiten in Kommune, Land oder Bund? Auf gar keinen Fall.“ Renate Hafke (80) ist von Düsseldorf an die Lenne gezogen. Ihr Vertrauen in Politiker ist „gänzlich verloren gegangen. Die bedienen sich doch alle nur selbst.“ 

Zur AfD sagt sie: „Da hört man doch nur Negatives.“ Dennis Schirbach (30): „AfD wählen? Nein! Das sind Rassisten und Nazis.“ Auch eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Parteien lehnt er kategorisch ab. Für Dr. Manfred Becht (72) ist Thüringens AfD-Frontmann Björn Höcke „70 Jahre zu spät geboren“. Seine und die Politik der AfD lehnt er ab und rät das auch den anderen Parteien. 

Hajo Graf (80): „AfD wählen? Um Gottes Willen. Unwählbar. Die anderen Parteien sollten sie isolieren und absägen. Ich bin gegen jede Zusammenarbeit."

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