Poetry Slam

Es darf gerappt, aber nicht gesungen werden

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Freuen sich auf die zehnte Auflage des Poetry-Slam-Wettbewerbes in Altena: Wolfgang Noack (Kulturring) Harald Thöne (städtische Jugendzentren) und Tlako Mokgadis (v.l.) 

Altena -  Der Poetry Slam feiert  zehnten Geburtstag:  Nachwuchs-Künstler bekommen am 27. März in der Holtzbrinck eine Bühne. Dabei darf der Körper eingesetzt, aber nicht verkleidet werden. Und es darf gerappt, aber nicht gesungen werden.

Für Harald Thöne, den Leiter der städtischen Jugendzentren, ist die Veranstaltung Poetry Slam „eine Erfolgsgeschichte.“ Und deshalb ist er froh, dass sie seit zehn Jahren in Altena fest etabliert ist. Junge Nachwuchs-Künstler bekommen in diesem Jahr am Freitag, 27. März, ab 20 Uhr in der Burg Holtzbrinck erneut die Chance, vor Publikum aufzutreten und ihre Wort-Kunst darzubieten. 

„Es war uns von Anfang an wichtig, so etwas Besonderes zu fördern. Da stehen Amateure, Altenaer junge Leute, in ihrer Stadt auf der Bühne. Das hat schon Charme und das soll auch so bleiben“, sagt Wolfgang Noack. Der Chef des Kulturringes ist Co-Veranstalter des Abends, den vor einem Jahrzehnt seine Vorgängerin Barbara Langos „sofort auch in ihr Herz geschlossen hat“, erinnert er sich. Kamen zu Beginn häufig mehr als 100 Personen, die den Slamern zuhörten und ihrem Programm folgten, „hat sich das ganze heute auf mindestens 50 Gäste pro Veranstaltung eingependelt“, sagt Harald Thöne.

Zum zehnten Geburtstag bleibt das bewährte Konzept. Die Teilnehmer – allein im vergangenen Jahr waren es 15 junge Leute – müssen mit ihren Texten in einer Vor-, Haupt- und Finalrunde überzeugen. „Bewertet werden sie dann vom Publikum, das Noten vergibt“, erläutert der Moderator des Abends, der Musiker Tlako Mokgadis.

 Auch er ist seit zehn Jahren dabei und mag besonders „die Atmosphäre in der Burg Holtzbrinck. Auch, als dort saniert wurde, sind wir diesem Veranstaltungsort treu geblieben. Da gehört der Altenaer Poetry Slam einfach hin“, sagt der Wahl-Altenaer. 

Er erinnert die Nachwuchs-Künstler noch einmal an die Regeln des Abends: „Es darf gerappt, aber nicht gesungen, der Körper eingesetzt, aber nicht verkleidet werden. Es kommt eben nur auf die Person, ihren Text und ihre Stimme an.“ Auch Auftritte im Team sind möglich. Harald Thöne und Wolfgang Noack haben sich für den Abend des 27. März noch einige Besonderheiten einfallen lassen. 

Erstmals tritt Liveband auf

„Es gibt kleine Überraschungen für alle Gäste. Und erstmals wird eine Liveband auftreten. Wir haben dazu die Musiker von Standgas gewinnen können“, sagt Noack. Diese Gruppe möchte alle Besucher am Poetry-Slam-Abend schon ab 19 Uhr in Stimmung bringen, ehe die Teilnehmer sich ab 20 Uhr dem Publikum zeigen. Einlass ist bereits ab 18 Uhr - der Eintritt beträgt unverändert einen Euro. Standgas, so erläutert Tlako Mokgadis, bringe ausschließlich eigene Stücke auf die Bühne. „Die Gruppe covert nichts. Das ist sicherlich auch besonders.“ Die bekannten Geldpreise (50, 30 und 20 Euro) gibt es als kleine Anerkennung für die Sieger. Leo Rahmer, der zurzeit noch seinen Bundesfreiwilligendienst im Zentrum ableistet, hat übrigens die Flyer und Plakate entworfen und gestaltet. „Richtig gut“, findet Harald Thöne.

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