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Planungen von Straßen.NRW: B236-Brücken-Freigabe vor Ersatz-Neubau?

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Von: Jona Wiechowski

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Seit Donnerstag, 19. Januar, ist die B236-Brücke im Verlauf der Bahnhofstraße für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt.
Seit Donnerstag, 19. Januar, ist die B236-Brücke im Verlauf der Bahnhofstraße für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt. © Wiechowski

Nach der B236-Brückensperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen im Zuge der Bahnhofstraße, sucht der Landesbetrieb Straße.NRW nach einer Lösung. Die Rede ist von einem zweistufigen Vorgehen. Das steckt dahinter.

Altena - Die Brückensperrung hat in Altena Katastrophenstimmung ausgelöst. Lkw-Fahrer müssen einen mehr als 30 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen. Indes muss ein Großteil der Schilder erst noch hergestellt werden. Das sorgt für Chaos.

Das Verkehrsministerium versicherte am ersten Tag der Sperrung, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW nach einer Lösung suche. Auch ein möglicher Überbau würde geprüft.

Bauliche Provisorien werden untersucht

Stand jetzt könnten lediglich „konzeptionelle Überlegungen“ angestellt werden, sagt nun Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg auf Nachfrage unserer Zeitung mit Blick auf den frühen Planungsstand. Angedacht sei ein zweistufiges Vorgehen. Heißt: Neben der Planung des erforderlichen Ersatzneubaus – es ist von einer Restnutzungsdauer Bestandsbauwerk bis 2027 die Rede – sollen parallel auch Möglichkeiten zur Wiedervekehrsfreigabe für den Kfz-Verkehr mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen „mittels baulicher Provisorien untersucht werden“, so Berg.

So könnte gegebenenfalls bereits vor dem Ersatzneubau der Gesamtverkehr wieder über die Brücke fahren. Der Sprecher macht aber auch klar: „Da wir hier noch am Anfang stehen, kann noch kein Zeitrahmen genannt werden.“

In der vergangenen Woche hatte es im Düsseldorfer Landtag aus dem Verkehrsministerium geheißen, dass die Überfahrt eines einzelnen, ungenehmigten 80-Tonnen-Schwerlasttransports für die Sperrung verantwortlich gewesen sein soll. Inwieweit dies nun tatsächlich den Schaden verursacht hat oder einen bereits vorhandenen Schaden weiter aufgerieben hat, „kann derzeit nicht verlässlich bewertet werden“, so Berg.

Öffentlichkeit erfährt erst Tage später von Sperrung

Dass die Brücke ihre besten Tage hinter sich hat, ist schon länger klar. Laut Berg ist das Bauwerk bereits seit März 2022 in eine niedrige Brückenklasse eingestuft worden. Berg: „Diese Brückenklasse schließt die Befahrung mit Lkw aber nicht aus.“

Die letztendliche Festlegung der Ablastung auf 3,5 Tonnen sei seit Montag, 9. Januar, bekannt. Erst drei Tage später, am Donnerstag, wurde die Stadt Altena informiert. Wiederum einen Tag später, am Freitag, machte der Landesbetrieb Straßen.NRW die Sperrung öffentlich.

Informationsveranstaltung am Dienstag, 24. Januar

Diese Themen werden vermutlich auch bei der nichtöffentlichen Informationsveranstaltung aufkommen, die am Dienstag, 24. Januar, in der Burg Holtzbrinck stattfinden soll.

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