Plakatwerbung ist eine „Sondernutzung“

Zu viel Sex und Draht sind nicht erlaubt

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Gleich drei Mal wirbt die Sparkasse am Markaner.

Altena - Werbung am Markaner-Kreisel ist beliebt. Kaum war der dort übliche Weihnachtsbaum gesetzt, ließ die Sparkasse Schilder aufstellen, mit denen sie den Altenaern ein frohes Fest wünscht und nebenbei ein wenig zur Gesundung der Stadtfinanzen beiträgt.

Werbung im öffentlichen Straßenraum ist nämlich eine Sondernutzung – und die muss nicht nur genehmigt sein, sondern auch bezahlt werden. 15 Euro pro Quadratmeter und Monat koste solche Werbung, erklärt Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt mit Hinweis auf die städtische Sondernutzungssatzung. Ausnahmen gibt es aber auch: Altenas Vereine zahlen nichts, wenn sie mit Bannern oder Plakaten auf ihre Veranstaltungen hinweisen wollen. Von ihnen möchte Hoffmann nur wissen, wo und wie lange sie plakatieren wollen.

Es ist nämlich längst nicht überall Werbung erlaubt. An der Lennepromenade zum Beispiel sind Plakate und Banner grundsätzlich verboten. Außerdem dürfen sie nicht in Konkurrenz zu Verkehrszeichen treten. Heißt: Hängt ein Parkverbotsschild am Laternenmast, dann darf darunter keine Werbung angebracht sein.

All das wird den Antragsstellern in einem Merkblatt erläutert, das ihnen mit der Genehmigung zugeschickt wird. Dort lesen sie dann auch, dass in der Drahtstadt zum Plakate aufhängen kein Draht verwendet werden darf – die Laternenmasten könnten leiden. Deshalb sind Kabelbinder oder ähnliches Material aus Plastik vorgeschrieben.

Was die Inhalte angeht, so darf jeder machen, was er will – fast jedenfalls. Vor Jahren ließ das Ordnungsamt Plakate entfernen, die allzu freizügig für eine Erotikmesse warben...

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