1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Pioniere sind weg - das haben sie Altena hinterlassen

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Die Pioniere beim Frühstück auf der Lenneterrasse in Altena.
Die Pioniere beim Frühstück auf der Lenneterrasse in Altena im Juli. Wenige Tage später kam die Flut, das Projekt geriet ins Stocken. © Susanne Fischer-Bolz

Ein knappes halbes Jahr waren kreative Köpfe aus ganz Deutschland für den „Summer of Pioneers“ in Altena. Nun sind sie wieder weg. Doch was bleibt für die Stadt? Eine Bilanz.

Altena – Die Pioniere sind ausgezogen, die Coworking-Places in der Innenstadt werden jetzt für die Wintermeile genutzt. Bleibt die Frage, was am Ende herausgekommen ist bei dem noch von Kober-Vorgänger Dr. Andreas Hollstein angestoßenen Projekt „Summer of Pioneers“.

Ein Weinberg neben der ehemaligen Deutschen Bank, ein paar Workshops online oder in Präsenz, eine Begehung der Schwarzenstein-Brache und die Entwicklung von Zukunftsplänen: Damit machten die Pioneers von sich reden. Er wisse, dass sich viele Menschen mehr erhofft hätten, sagt Bürgermeister Uwe Kober.

Idee: Klimaneutraler Knerling

Man müsse aber auch bedenken, dass die meist jungen Männer und Frauen in Altena in erster Linie ihren Berufen nachgingen. Einen Beitrag zur Stadtentwicklung zu liefern, das sei sozusagen das Nebenprodukt gewesen. Und: Ideen für die Schwarzenstein-Brache zu entwickeln, das sei von Anfang an viel zu sehr in den Fokus gerückt worden. Dabei seien durchaus auch andere, vielversprechende Dinge angepackt worden, berichtete Kober.

So prüfe die Baugesellschaft im Moment, ob sie zusammen mit dem Frauenhofer-Institut ein Konzept erarbeiten kann, wie der Knerling klimaneutral werden könne. Spannend sei auch die Spurensuche, auf die sich einer der zum Schluss nur noch sieben Pioniere gemacht hat. Er sprach mit Männern und Frauen, die bis zum Schluss im ehemaligen VDM-Werk Schwarzenstein gearbeitet haben.

Corona und Hochwasser machen es schwer

Auch Evingsen profitiere von dem Projekt: Dort laufen auf Vorschlag der Pioneers Überlegungen, ob und wie ein „Dorfbier“ gebraut werden kann. Kober: „Das Konzept ist gut und es ist durchaus auch was hängen geblieben.“

Erst Corona, dann Hochwasser, jetzt wieder Corona: „Die Pioneers standen in Altena von Anfang an unter einem schlechten Stern“, bedauert der Bürgermeister. Die Pandemie verhinderte auch eine Abschlussveranstaltung, die aber nachgeholt werden soll.

Auch interessant

Kommentare