Vorbereitungsbesuch im weißrussischen Pinsk

V.l.: Ljudmila Stepanowna (Bildungsverwaltungsleiterin), Andrey Wladimirowitsch (Bürgermeister), Gregor Kertelge (BGA), Julia Kramer (BGA), Alexey Jakimtschuk (Direktor Gymnasium Nr. 2, Pinsk)

Altena -  Mit einem modernen, doppelstöckigen Bus ging es 17 Stunden lang gen Osten in die Partnerstadt Pinsk in Weißrussland. Eine Gruppe vom Burggymnasium (BGA) besuchte die 130 000 Einwohner Stadt, um die Vorbereitungen für einen Schüleraustausch einzuleiten.

An gastfreundliche Weißrussen, motivierte Lehrer und Schüler und an die Musik von Musical-AG, Schulorchester und Chor denken Julia Kramer und Gregor Kertelge vom Burggymnasium Altena auf ihrer Rückfahrt in die Heimat. Im Fokus des Besuchs stand der Schulpartnerschaftsvertrag der Bürgermeister und Schulleiter, der Austausch von Geschenken sowie Ziel und Inhalt des in die Wege geleiteten Schüleraustausches.

Die Basis für den Austausch ist hoch-offiziell gelegt, bestätigt und legitimiert. Der Bürgermeister sichert seine volle Unterstützung zu. Für das gute Gelingen von Visaanträgen und Grenzübertritt sind nun staatlich beglaubigte, Autorität ausstrahlende Dokumente, Nachweise und Kontakte vorhanden.

Pinsk, die Stadt an der Pina, zeigt im Stadtbild seine Geschichte. Hochhäuser aus der Sowjetzeit, niedrige Holzhäuser aus der Zeit vor 1941, dem Jahr des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, noch im gleichen Stil wie im ausgehenden Mittelalter. Am Stadtrand sind neue Einfamilienhaussiedlungen, über die äußere Stadt verstreut gibt es Rohbauten orthodoxer Kirchen. Die Universität Pinsk, ein moderner Bau mit Glasfront, ist die jüngste des Landes, der angeschlossene Sportkomplex wird von Sportlern aus ganz Belarus für Trainingseinheiten genutzt. Das Gymnasium Nr. 2 steht inmitten einer Hochhaussiedlung, dreistöckig, mit Innenhof, umgeben von großzügigen Rasenflächen, auf denen Kinder spielen.

Das Gymnasium ist DSD-Schule, vergibt das Deutsche Sprachdiplom beider Niveaus nach Kriterien der deutschen Kultusministerkonferenz.

Stolz wird den Altenaern vom deutschen Kollegen, der nach vier Jahren Pinsk nach Sachsen zurückkehren wird, die deutsche Präsentationswand gezeigt. Sein Nachfolger aus Deutschland wird eine solide Basis vorfinden. Farbkopien der Schulverträge werden neben die vorhandenen Urkunden gehängt. Die meisten Schüler haben ab der fünften Klasse Deutschunterricht.

Die Verständigung mit den Schülern der höheren Klassen ist kein Problem; immer wieder werden die Gäste auch von den Kleinen begrüßt: „Guten Tag!“ Ein Abend auf einer Datscha an der Pina wurde von Eltern der Theater-AG Stufe 5/6 organisiert, die im Herbst am BGA ein Musical auf Deutsch präsentieren werden.

BGA-Lehrer Gregor Kertelge sieht den Pinsk-Besuch als „vollen Erfolg.“ Zum ersten Mal werden sich 2015 weißrussische und deutsche Schüler gegenseitig besuchen. Infobriefe an interessierte Schüler und deren Eltern sind auf dem Weg.

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